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Wegen Atomtest Pjöngjangs : Mexiko verweist Nordkoreas Botschafter des Landes

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Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto bei seiner jährlichen Rede zur Nation Anfang September Bild: Reuters

Nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas erklärt Mexikos Präsident Peña Nieto den Botschafter des kommunistischen Landes zur unerwünschten Person. Der muss nun das Land verlassen – innerhalb von 72 Stunden.

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          Nach dem weltweit verurteilten Atomtest in Nordkorea hat Mexiko den Botschafter des asiatischen Landes ausgewiesen. Die Regierung erklärte Kim Hyong-gil am Donnerstag zur unerwünschten Person und gab ihm 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. „Wir lehnen die jüngsten nuklearen Aktivitäten entschieden ab. Sie sind eine offene Verletzung internationalen Rechts und stellen eine ernsthafte Bedrohung Asiens und der Welt dar“, hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums.

          Nordkorea hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen. Es war der sechste und bisher größte Atomtest des diplomatisch isolierten Landes seit 2006. Sein Raketen- und Atomprogramm wird weltweit als ernste Gefahr angesehen.

          Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto erließ ein Dekret, nach dem alle staatlichen Stellen des lateinamerikanischen Landes die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea mitzutragen haben. „Die nordkoreanischen Atomtests sind eine Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit und bedrohen die Länder in der Region, darunter wichtige Verbündete Mexikos wie Japan und Südkorea“, hieß es in der Mitteilung.

          Trump will lieber nicht „den militärischen Weg“ gehen

          Für Mexikos Nachbarn Amerika ist nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas eine militärische Aktion eine Option, erklärte Präsident Donald Trump. Er hoffe aber auf eine andere Lösung, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit). „Ich würde es bevorzugen, nicht den militärischen Weg zu gehen“, erklärte der Präsident. Nordkorea benehme sich schlecht und müsse damit aufhören. Wenn die Vereinigten Staaten ihre Waffen jemals einsetzen müssten, werde das ein trauriger Tag für das kommunistische Land.

          Ein ranghoher Vertreter der Regierung sagte, dass die Vereinigten Staaten sehr besorgt seien, dass Nordkorea möglicherweise nicht abgeschreckt werden könnte. Es bestehe das Risiko, dass Pjöngjang die amerikanische Reaktion falsch einschätzen könnte. Der Vertreter warnte Nordkorea, nicht den amerikanischen Willen zu unterschätzen, sich und die Verbündeten zu schützen.

          Die Vereinigten Staaten haben im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zu Sanktionsbeschlüssen eingebracht, über die am kommenden Montag abgestimmt werden soll. Der Entwurf sieht ein Ölembargo gegen Nordkorea und das Einfrieren des Vermögens von Machthaber Kim Jong-un, seiner Regierung und seiner Partei vor.

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