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Mexikos Präsident : Der scheiternde Linksnationalist

Verstehen sich erstaunlich gut: López Obrador mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump Anfang Juli in Washington Bild: dpa

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador ist als Hoffnungsträger gestartet. Zwei Jahre später wünschen ihn sich viele Bürger lieber heute als morgen fort. Was ist da passiert?

          5 Min.

          Sie kommen in Autos und fordern den Rücktritt ihres Präsidenten. Seit Wochen finden in mexikanischen Städten immer wieder große Autokorsos und Hubkonzerte statt, die sich gegen Präsident Andrés Manuel López Obrador richten. Auch am letzten Wochenende waren Tausende auf den Straßen. López Obrador, den die meisten „Amlo“ nennen, sei der schlechteste Präsident Mexikos aller Zeiten, finden die Demonstranten.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Hinter der Bewegung, die in den vergangenen Wochen mehrfach zu solchen Protesten aufgerufen hat und sich wachsenden Zulaufs erfreut, steht die sogenannte „Nationale Front gegen Amlo“. Die Organisation setzt sich aus mehreren Unternehmern zusammen, wobei nur einige öffentlich in Erscheinung treten. Sie bezeichnen sich als parteilos, stehen politisch jedoch rechts, einige sehr weit rechts. Auf der Internetseite wird dafür geworben, den „kommunistischen Tyrann“ loszuwerden, den sie in López Obrador sehen. Ziel der Bewegung ist es, den Präsidenten bis Ende November dieses Jahres mit Hilfe der Justiz, der Medien und vor allem mit „sozialem Druck“ zum Rücktritt zu bewegen.

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