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Mexiko : Abermals illegale Immigranten entführt

  • -Aktualisiert am

Mexikanische Polizisten bewachen die Ankunft eines Lastwagens mit den Körpern der 72 getöteten Immigranten in Mexiko-Stadt. Bild: dapd

In Mexiko sind nach Angaben der Polizei mindestens 17 Menschen von Menschenschmugglern entführt worden. Derweil hat die Wirtschaftskrise zu einem Rückgang der illegalen Immigration in die Vereinigten Staaten geführt.

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          Im nordmexikanischen Bundesstaat Tamaulipas ist die Polizei abermals auf die Entführung einer Gruppe illegaler Migranten aufmerksam gemacht worden. Wie ein den Entführern entkommener Mann den Behörden mitteilte, seien mindestens 17 Menschen von einer Bande von Menschenschmugglern entführt worden und würden in einem Versteck nahe der Stadt Tijuana festgehalten. Die Polizei ist nun auf der Suche nach den Entführten.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Vor gut einer Woche waren in Tamaulipas die Leichen von 72 Migranten auf einer Hacienda etwa 150 Kilometer südlich der mexikanisch-amerikanischen Grenze entdeckt worden. Bei dem von einer Drogen- und Menschenschmugglerbande verübten Massaker hat es einen zweiten Überlebenden gegeben, wie die mexikanische Polizei am Donnerstag bestätigte.

          Starker Rückgang illegaler Immigration

          Seine Identität sei geheim gehalten worden, um ihn nicht zu gefährden, hieß es. Der Mann habe den Behörden Informationen gegeben, die für die Ermittlungen hilfreich gewesen seien. Zunächst war nur von einem Überlebenden - einem 18 Jahre alten Ecuadorianer - die Rede gewesen, der die Massenerschießung mit einem Halsschuss überlebt und nach seiner Flucht die Polizei alarmiert hatte. Von den Opfern konnten bislang 16 Honduraner, 13 Salvadorianer, fünf Guatemalteken und ein Brasilianer identifiziert werden.

          Derweil hat die globale Wirtschaftskrise zu einem starken Rückgang der illegalen Immigration in die Vereinigten Staaten geführt. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Washingtoner Meinungsforschungsinstitut Pew hervorgeht, kamen zwischen 2007 und 2009 jährlich etwa 300.000 Ausländer illegal in die Vereinigten Staaten. In den Jahren 2000 bis 2005 habe die Zahl noch bei 850.000 jährlich gelegen. Insgesamt leben nach den Erhebungen von Pew heute etwa elf Millionen illegale Einwanderer in den Vereinigten Staaten. Im März 2007 sei der historische Höchststand von zwölf Millionen illegalen Immigranten erreicht worden.

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