https://www.faz.net/-gpf-7ytt9

Messerattacke in Linienbus : Palästinenser verletzt neun Israelis in Tel Aviv

Nach der Messerattacke in Tel Aviv: Sicherheitskräfte im Einsatz Bild: Reuters

Ein 23 alter Palästinenser hat in einem Linienbus in der israelischen Stadt neun Menschen mit einem Messer verletzt. Auf der Flucht wird er von Passanten niedergeschossen. Die Hamas nennt seinen Angriff „heldenhaft“.

          1 Min.

          Der Terror ist nach Tel Aviv zurückgekehrt. Am Mittwochmorgen hat ein Palästinenser neun Israelis in einem Linienbus verletzt. Passanten schossen auf den Attentäter und überwältigten ihn lebend. Fünf Fahrgäste sowie der Angreifer wurden laut Polizeiangeben schwer verletzt. Ein ranghoher der islamistischen Hamas-Organisation lobte die Attacke als „heldenhaft und mutig“. In Israel hatte man am Mittwoch eigentlich im Norden des Landes eine gewaltsame Eskalation befürchtet.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          An der Grenze zu Syrien und zum Libanon sind in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, seit am Sonntag bei einem Luftangriff auf der von Syrien kontrollierten Seite der Golanhöhen zwölf Männer ums Leben kamen. Unter ihnen waren ein iranischer General und zwei Kommandeure der libanesischen Hizbullah-Miliz.  Da es sich bei dem Attentäter in Tel Aviv laut Polizeiangaben um einen 23 Jahre alten Palästinenser aus Tulkarm im Westjordanland aufhielt, der sich illegal in Israel aufhielt, galt eine mögliche Vergeltungstat für den Israel zugeschriebenen Luftangriff auf dem Golan in ersten Einschätzungen als unwahrscheinlich.

          In Tel Aviv hatte im vergangenen November ein junger Palästinenser einen 20 Jahre alten israelischen Soldaten erstochen. Den letzten Terrorangriff auf einen Linienbus gab es im November 2012 während des damaligen Gaza-Kriegs. Das jüngste Messerattentat weckt Befürchtungen, dass die Serie von Anschlägen, zu der es Ende 2014 vor allem in Jerusalem und in der Gegend von Bethlehem gekommen war, weitergehen könnte. Bei Angriffen, bei denen Palästinenser auch ihre Autos und Äxte verwendeten, wurden mehr als zehn Israelis getötet. Schon im Dezember nahm die Gewalt ab. Zuletzt hatte es in Jerusalem noch vereinzelt Messerattacken gegeben. Palästinenser verletzten dabei meist in der Altstadt ultraorthodoxe Juden leicht.

          Weitere Themen

          Mehr EU-Staaten sollen Migranten aufnehmen

          Horst Seehofer : Mehr EU-Staaten sollen Migranten aufnehmen

          Der Bundesinnenminister verspricht sich vom deutschem EU-Ratsvorsitz in Hinsicht auf Asylrechtsreform eine „Blaupause für eine Einigung in Europa“. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson teilt die hohen Erwartungen.

          Bolsonaro legt Veto gegen Maskenpflicht ein Video-Seite öffnen

          Brasilien : Bolsonaro legt Veto gegen Maskenpflicht ein

          Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro hat sein Veto gegen eine vom Parlament beschlossene Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus eingelegt. Der Staatschef nutzte sein Vetorecht, um zwei Artikel aus einem Gesetz zu entfernen, die eine Mundschutzpflicht in Geschäften sowie in Kirchen vorsehen.

          „Nur wer Krisen meistert, kann Kanzlerkandidat werden“

          Markus Söder : „Nur wer Krisen meistert, kann Kanzlerkandidat werden“

          Nach Meinung des CSU-Chefs muss sich ein Unionskanzlerkandidat in der Corona-Krise bewährt haben – betont aber, sein eigener Platz sei in Bayern. Derweil bringt sich Friedrich Merz, Anwärter auf den CDU-Vorsitz, mit einem neuen Themenschwerpunkt in Position.

          Topmeldungen

          Jubel in Rot und Blau: Der FC Bayern gewinnt den DFB-Pokal.

          Sieg im DFB-Pokalfinale : Der FC Bayern ist wieder nicht aufzuhalten

          Die Vitrine wird voll: In einem zeitweise spektakulären Endspiel bezwingen die Münchner Finalgegner Leverkusen und bejubeln ihren 20. DFB-Pokalsieg. Bayer vergibt eine Riesenchance, Torhüter Lukas Hradecky unterläuft ein kurioser Fehler.
          Bundesinnenminister Horst Seehofer dringt schon lange auf eine Reform des europäischen Asylsystems.

          Horst Seehofer : Mehr EU-Staaten sollen Migranten aufnehmen

          Der Bundesinnenminister verspricht sich vom deutschem EU-Ratsvorsitz in Hinsicht auf Asylrechtsreform eine „Blaupause für eine Einigung in Europa“. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson teilt die hohen Erwartungen.
          Markus Söder (CSU)

          Markus Söder : „Nur wer Krisen meistert, kann Kanzlerkandidat werden“

          Nach Meinung des CSU-Chefs muss sich ein Unionskanzlerkandidat in der Corona-Krise bewährt haben – betont aber, sein eigener Platz sei in Bayern. Derweil bringt sich Friedrich Merz, Anwärter auf den CDU-Vorsitz, mit einem neuen Themenschwerpunkt in Position.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.