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Konsequenzen aus Corona : „Wir brauchen den Mut zu Vertragsänderungen“

Nur der Anfang: Die gemeinsame Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am 18. Mai. Bild: AFP

Die Corona-Krise hat gezeigt, was die EU nicht kann. Das Geld für den Wiederaufbau ist für Kanzlerin Merkel nur die „kurze Antwort“. Sie will langfristige Veränderungen erreichen. EU-Parlamentarier frohlocken.

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          Als Angela Merkel Anfang voriger Woche ihren Plan für einen milliardenschweren Wiederaufbaufonds vorstellte, fügte sie ein paar Sätze hinzu, die Brüsseler Akteure mindestens genauso überraschten. Der 500 Milliarden Euro schwere Fonds sei „die kurze Antwort auf die Krise“, so die Kanzlerin.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Über die „langen Antworten“ müsse diskutiert werden, und zwar in der „Konferenz zur Zukunft Europas“. Die müsse man nun anders gestalten als eigentlich geplant. „Denn wir müssen ernsthaft über das sprechen, was Europa jetzt nicht ausreichend konnte und was die Zukunft der Europäischen Union ausmachen wird. Das kann auch Vertragsveränderungen einschließen; das kann ein sehr viel engeres Zusammenrücken einschließen.“ Damit hat Merkel eine Menge Erwartungen geweckt.

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