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Atomabkommen : Merkel droht Iran mit Konsequenzen bei Vertragsbruch

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Angela Merkel kündigt Konsequenzen für den Fall an, dass Iran mehr Uran produziert, als das Atomabkommen erlaubt. Bild: AFP

Die Lage im Mittleren Osten hatte sich nach Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman erheblich zugespitzt. Die Situation sei ernst und dürfe nicht weiter verschärft werden, so die Kanzlerin.

          Kanzlerin Angela Merkel hat Iran mit Konsequenzen gedroht, wenn das Land gegen die Bestimmungen des Atomabkommens verstoßen sollte. „Wir setzen darauf, dass Iran es weiter einhält. Wenn das nicht der Fall ist, hat das natürlich auch Folgen“, sagte Merkel am Dienstag in Berlin. Hintergrund sind Berichte, dass Iran schon in wenigen Tagen mehr schwach angereichertes Uran produziert haben könnte, als dies für das Land erlaubt ist.

          Die Islamische Republik hatte 2015 Einschränkungen des eigenen Nuklearprogramms akzeptiert, wie sie mit einer internationalen Staatengruppe vereinbart wurden. Die Vereinigten Staaten haben jedoch vor kurzem den Vertrag gekündigt und Sanktionen gegen Iran in Kraft gesetzt.

          Merkel rief zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes auf, bei dem auch die Ölversorgung aus arabischen Ländern eine Rolle spielt. „Wir nehmen diese Ausführungen natürlich sehr ernst“, sagte sie zu den von der amerikanischen Regierung vorgelegten Filmen und Fotos, die beweisen sollen, dass Iran hinter den Anschlägen auf Tanker steckt. Dennoch müsse der Konflikt friedlich beigelegt werden: „Das ist eine sehr ernste Situation.“ Deutschland werde allen Seiten, aber vor allem Iran deutlich machen, „dass die Situation nicht verschärft werden darf“.

          Die Lage im Nahen und Mittleren Osten hat sich nach den Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman in der vergangenen Woche erheblich zugespitzt. Die Vereinigten Staaten machen Iran dafür verantwortlich, was die Regierung in Teheran von sich weist. Der amerikanische Verteidigungsminister Patrick Shanahan kündigte am Montag die Entsendung von 1000 zusätzlichen Soldaten in die Region an.

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