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Menschenhandel in Nigeria : Auf dem Schulweg entführt – und ins Ausland verkauft

Junge Frauen in Benin City im Süden Nigerias. Von hier stammen die meisten der nach Mali verschleppten Zwangsprostituierten. Bild: Pius Utomi Ekpei/AFP/Getty Images

Ins Elend entführt: Zu Tausenden werden Mädchen und junge Frauen aus Nigeria verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Sie landen auch in Europa. Die Regierung ist daran nicht unschuldig.

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          Der Fall, den die „Internationale Organisation Migration“ (IOM) schilderte, steht für das Schicksal vieler: Mehr als ein Jahr lang hatten Nachbarn auf eine junge Nigerianerin namens Chance eingeredet, die Schule zu verlassen und ihr Glück im Ausland zu suchen. Nigeria ist zwar ölreich, aber bitterarm. Im Jahr erwirtschaftet ein Nigerianer pro Kopf rund 2100 Dollar. Es mangelt an allem in dem Land am Golf von Guinea, nur nicht an Menschen. Um 2,5 Prozent wächst die Bevölkerungszahl jährlich, schon leben in dem westafrikanischen Staat rund 190 Millionen Menschen.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          In Malaysia hingegen, sagten die Nachbarn, würden Arbeitskräfte gesucht. Dort könne das Mädchen Chance in Restaurants arbeiten und rund 800 Dollar im Monat verdienen. Irgendwann gab Chance nach. Am vierten Januar 2018 verließ sie gemeinsam mit zwei anderen Mädchen ihr Zuhause.

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