https://www.faz.net/-gpf-6y31p

Mehrere Verletzte : Bombenanschlag auf Polizeibus in Istanbul

  • Aktualisiert am

Das beschädigte Polizeifahrzeug am Ort der Explosion in Istanbul Bild: dapd

Bei einem Bombenanschlag auf einen Polizeibus in Istanbul sind mindestens 16 Menschen verletzt worden. Ministerpräsident Erdogan sprach in einer ersten Reaktion von einem „Terroranschlag“.

          1 Min.

          Unbekannte Täter haben mit einem Bombenanschlag auf einen Polizeibus in der türkischen Metropole Istanbul mindestens 16 Menschen verletzt. Laut Behördenangaben wurde die an einem Motorrad befestigte Bombe in der Nähe des Istanbuler Hauptquartiers der Regierungspartei AKP am Donnerstag per Fernsteuerung gezündet.

          Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sprach in einer ersten Reaktion von einem „Terroranschlag“. Erdogan sagte, bei der Explosion seien 15 Polizisten und ein Zivilist verletzt worden. Der Bus, der 21 Polizeibeamte transportierte, sowie mehrere Fahrzeuge in der Nähe wurden bei dem Anschlag schwer beschädigt. Augenzeugen sprachen von einem Feuerball, der den Bus erfasst habe.

          Wie der türkische Nachrichtensender NTV meldete, suchten Experten die Umgebung des Tatorts nach einer möglichen weiteren Bombe ab. Es wurde aber offenbar kein zweiter Sprengsatz gefunden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Methode des Anschlags und der verwendete Plastiksprengstoff könnten darauf hindeuten, dass die militante Kurdengruppe Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hinter der Gewalttat steckt. Die PKK, die seit 1984 gegen den türkischen Staat kämpft und die unter anderem von der Türkei und der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft wird, verwendet bei ihren Anschlägen häufig Plastiksprengstoff.

          Der Istanbuler Gouverneur Hüseyin Mutlu sagte laut NTV, es gebe noch keine Hinweise auf die Täter. Auch sei es zu früh, um über eine mögliche Täterschaft der PKK zu reden. Erdogan deutete jedoch an, dass er die PKK hinter dem Anschlag vermutet: „Wir werden den Terror weiter entschlossen bekämpfen“, sagte er. „Ich glaube, dass der Terror durch die Koordination aller unserer Sicherheitsbehörden jeden Tag an Stärke verlieren wird.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Schwieriges Terrain für die grüne Parteichefin: Annalena Baerbock am Freitag im Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt

          Besuch im Stahlwerk : Baerbocks Auswärtsspiel

          Ausgerechnet in einem Stahlwerk in Eisenhüttenstadt präsentiert die Kanzlerkandidatin der Grünen ihre Pläne für eine klimafreundliche Wirtschaftpolitik. Wie kommt das an?
          Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry stellt am 18. Juni ihr neues Buch vor.

          Neues Buch : Frauke Petry rechnet mit der AfD ab

          Die ehemalige AfD-Vorsitzende Frauke Petry meint, dass ihre frühere Partei einen langsamen Tod sterben werde. Gegen Jörg Meuthen und Alice Weidel erhebt sie in ihrem Buch „Requiem für die AfD“ schwere Vorwürfe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.