Vor libyscher Küste :
Wieder Flüchtlingskinder im Mittelmeer ertrunken

Lesezeit: 3 Min.
Mitglieder der libyschen Küstenwache tragen zwei Kinderleichen an Land.
Während die EU über Maßnahmen gegen Migration debattiert, geht das Sterben im Mittelmeer weiter. Die libysche Küstenwache hat drei tote Kinder aus dem Meer geborgen. Weitere Kinder werden vermisst.

Inmitten der Debatte um die Blockade von Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer schockieren abermals Bilder von ertrunkenen Flüchtlingskindern. Auf den Fotos ist zu sehen, wie die libysche Küstenwache die Leichen von mehreren Babys aus Booten an Land bringt. Die Bilder erinnern an das Schicksal des syrischen Flüchtlingsjungen Alan Kurdi, der 2015 tot an einem Strand in der Türkei angeschwemmt wurde. Die drei jetzt umgekommenen Kinder waren Opfer eines Unglücks vor der libyschen Küste, bei dem etwa hundert Tote befürchtet werden. Dennoch erschwert die neue populistische Regierung in Italien privaten Seenotrettern ihre Tätigkeit – und aus anderen EU-Ländern kommen auch kaum Signale zu helfen.

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