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Welthunger-Index : Mehr als 800 Millionen Menschen leiden Hunger

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Ein Kind wird von seiner Mutter gefüttert: Burundi gehört zu den Ländern, in denen die Lage als besonders kritisch erachtet wird. Bild: dpa

Bis 2030 wollten die Vereinten Nationen den Hunger in der Welt bekämpft haben. Der aktuelle Welthunger-Index zeigt jedoch: Die Zahl der Hungernden ist wieder gestiegen. Doch es gibt auch positive Trends.

          Die Zahl der Hungernden ist weltweit wieder angestiegen. Demnach sind 821 Millionen Menschen von Hunger und Unterernährung betroffen. Das zeigt der Welthunger-Index 2018 (WHI) der Welthungerhilfe, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist das ein Anstieg von 17 Millionen Menschen.

          Als Gründe für die wachsende Zahl nennt die Welthungerhilfe Kriege, Flucht und den Klimawandel sowie Wirtschaftskrisen. Besonders kritisch sei es in Ländern wie Burundi, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Libyen, Somalia, Südsudan und Syrien. Vor allem dort sei Hunger sowohl Ursache als auch Folge von Flucht und Vertreibung. „Die Mehrzahl der Flüchtlinge bleibt in ihrer Heimatregion und braucht dort auch Unterstützung. Diese selbst oft armen Aufnahmeländer benötigen mehr Hilfe“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe.

          Aus dem Welthunger-Index 2018 lassen sich aber auch positive Trends ablesen: Vergleicht man die Zahlen mit dem Referenzjahr 2000 hat sich die Ernährungslage insgesamt um 28 Prozent verbessert. Angola, Ruanda, Äthiopien und Myanmar gehören 2018 zu den Vorreitern mit einer Verbesserung des WHI-Wertes um mehr als 45 Prozent. Auch die Kindersterblichkeitsrate ist seit 2000 von 8,1 Prozent auf 4,2 Prozent gesunken.

          Kritisch sieht die Welthungerhilfe allerdings, dass die „Agenda 2030“ wohl nicht eingehalten werden kann. Die Vereinten Nationen hatten sich darauf geeinigt, bis zum Jahr 2030 den Hunger vollständig bekämpft zu haben. Würde sich an der momentanen Entwicklung nichts ändern, werde es bis 2030 immer noch 50 Länder geben, in denen Hunger herrscht.

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