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Bericht über Cyberattacke : FBI verdächtigt Russland des Finanzdatenklaus

  • Aktualisiert am

Klaute Russland Daten von JP Morgan? Bild: REUTERS

Das FBI prüft, ob Russland eine staatlich gesteuerte Cyberattacke gegen das amerikanische Finanzsystem gestartet hat. Bei dem Großangriff der Hacker sollen Daten der Bank JP Morgan gestohlen worden sein.

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          Der amerikanische Inlandsgeheimdienst FBI untersucht laut einem Medienbericht, ob Russland sich mit einer staatlich gesteuerten Cyberattacke für die jüngsten Handelssanktionen aus dem Westen gerächt haben könnte. Bei einem Großangriff auf das amerikanische Finanzsystem seien Mitte August Daten der Bank JP Morgan und mindestens eines anderen Geldinstituts geklaut worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg News unter Berufung auf zwei mit den Ermittlungen vertraute Personen.

          Den Quellen zufolge könnten auch große europäische Banken Opfer der Attacke geworden sein. Die Angriffe sollen äußerst versiert ausgeführt worden sein. Die amerikanischen Sicherheitsdienste hätten Spuren gefunden, die auf die Verwicklung einer Regierung hindeuteten, seien sich aber noch nicht sicher. Nun soll auch die NSA bei der Aufklärung mithelfen, hieß es. JPMorgan erklärte zu dem Bericht, als großes Unternehmen sei man fast täglich Cyberattacken ausgesetzt.

          Der Verdacht kommt zu einem Zeitpunkt auf, an dem die Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten sowie den Mitgliedsländern der Europäischen Union angesichts des Ukraine-Konflikts äußerst angespannt sind. Der Westen hatte die Sanktionen gegenüber russischen Banken und Unternehmen unlängst noch einmal verschärft.

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