https://www.faz.net/-gpf-a4j21

Medienbericht : China droht Washington mit Festnahmen von Amerikanern

  • Aktualisiert am

Trump gegen Xi: Ein Graffiti in El Alto, Bolivien, porträtiert den Konflikt der zwei Weltmächte. Bild: Reuters

Die chinesische Regierung hat in der Vergangenheit wiederholt willkürliche Festnahmen für politische Zwecke missbraucht. Nun soll sie der amerikanischen Regierung gedroht haben.

          1 Min.

          Die chinesische Regierung hat den Vereinigten Staaten nach einem Zeitungsbericht mit der Festnahme vom Amerikanern als Vergeltung für die Anklage von chinesischen Studenten mit Verbindungen zum Militär gedroht. Vertreter der chinesischen Regierung hätten mehrmals auf unterschiedlichen Kanälen Mitarbeiter der amerikanischen Regierung entsprechende Warnungen übermittelt, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf verschiedene Quellen. China soll demnach die Botschaft gesendet haben, entweder würden die Anklagen chinesischer Studenten vor Gerichten beendet, oder aber Amerikaner könnten wegen Verletzung chinesischen Rechts angeklagt werden.

          Vergangenen Monat warnte das Washingtoner Außenministerium vor Reisen nach China, weil die chinesische Regierung willkürliche Festnahmen und Ausreise-Verbote als „Verhandlungsspielraum“ gegenüber ausländischen Regierungen nutze. Vergangenen Juli verhaftete das FBI drei Chinesen unter dem Vorwurf, ihre Mitgliedschaft in der Volksbefreiungsarmee verheimlicht zu haben. Die drei Angeklagten wollten Visa für Forschungen an amerikanischen Einrichtungen beantragen. Washington hat China wiederholt vorgeworfen, Technologie und militärischen Fachwissen zu stehlen, um die Vereinigten Staaten als führende Finanz- und Militärmacht abzulösen.

          Weitere Themen

          War Marsalek ein österreichischer Spion?

          Wirecard-Vorstand : War Marsalek ein österreichischer Spion?

          Der untergetauchte, ehemalige Wirecard-Finanzvorstand hat möglicherweise dem österreichischen Verfassungsschutz zugearbeitet. So sieht es zumindest das Bundesjustizministerium – während Wien dementiert.

          „Wir werden nie wieder ein Lockdown machen“ Video-Seite öffnen

          Trumps Große Versprechen : „Wir werden nie wieder ein Lockdown machen“

          Der Bundesstaat Florida könnte für den Wahlausgang am 3. November eine wichtige Rolle spielen. In dem Bundesstaat gibt es große lateinamerikanische Bevölkerungsgruppen. Die kubanischen Amerikaner im Süden tendieren traditionell zu den Republikanern, die Puerto Ricaner in Zentralflorida eher zu den Demokraten.

          Präsident Magufuli darf weiter regieren

          Wahl in Tansania : Präsident Magufuli darf weiter regieren

          In Tansania hat Amtsinhaber John Magufuli nach offiziellen Angaben die Präsidentenwahl gewonnen. Da seine Partei sogar eine Zweidrittelmehrheit erhielt, könnte es zu einer Verfassungsänderung kommen. Die Opposition wittert Wahlbetrug.

          Topmeldungen

          Der belgische Premierminister Alexander De Croo informiert die Bürger nach den Beratungen über verschärfte Corona-Maßnahmen am Freitagabend.

          Corona-Spitzenreiter : Belgien scheut den Lockdown

          Belgien hat die höchste Infektionsrate in Europa. Die Maßnahmen werden verschärft, aber einen Lockdown wird es vorerst nicht geben. Aus Sicht von Fachleuten ist das viel zu wenig.
          Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung

          Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

          Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.
          Kathleen Krüger (rechts, mit Joshua Kimmich) gewann als Teammanagerin beim FC Bayern die Champions League.

          Frauen im deutschen Fußball : Wo bleibt Fritzi Keller?

          Über Jahrzehnte verbot und verhinderte der Deutsche Fußballmänner-Bund aktiv die Entwicklung der Frauen. Ihre aktuelle Rolle ist immer noch geprägt von weitgehender Abwesenheit. Es gibt eine einsame Ausnahme – und noch zu wenige positive Entwicklungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.