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Mauern statt Dialog : Iran kritisiert Trumps Protektionismus

  • Aktualisiert am

Hassan Ruhani (Archivbild) kritisiert Amerikas Präsident Trump für seine neue Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik. Bild: dpa

Teherans Präsident Hassan Ruhani hält nichts von der Politik seines neuen amerikanischen Amtskollegen. Er sagt: „Die Zeiten, Menschen durch Mauern zu trennen, sind endgültig vorbei“

          Iran hat Kritik an den protektionistischen Bestrebungen des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump geäußert. Die Aufkündigung von Handelsabkommen helfe weder den Vereinigten Staaten noch der Weltwirtschaft, sagte Präsident Hassan Ruhani am Samstag auf einer Tourismus-Konferenz in Teheran. Zudem verurteilte er die Pläne Trumps, eine Mauer zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko zu bauen.

          „Heute ist nicht der Zeitpunkt, Mauern zwischen Staaten zu bauen. Sie haben vergessen, dass die Mauer in Berlin vor Jahren gefallen ist.“ In seinen Ausführungen nannte Ruhani Trump nicht namentlich. Auch den jüngsten Erlass des amerikanischen Präsidenten über einen vorübergehenden Einreisestopp für Muslime, der auch Iraner betrifft, erwähnte Ruhani nicht.

          Trump hat mit seinen Mauerplänen einen schweren diplomatischen Konflikt mit Mexiko ausgelöst. Auch die Aufkündigung des Pazifik-Handelsabkommen TPP wurde international kritisiert. Trump hatte zudem das Atomabkommen mit dem Iran als „schlechtestes Abkommen, das jemals ausgehandelt wurde“ bezeichnet. Die Vereinbarung der Islamischen Republik auf der einen und der fünf UN-Vetomächte und Deutschland auf der anderen Seite sieht die Einschränkung des iranischen Atomprogramms vor. Im Gegenzug werden die meisten Sanktionen gegen das Land aufgehoben.

          Millionen Iraner sind nach der islamischen Revolution 1979 in die Vereingten Staaten ausgewandert, besonders nach Kalifornien. Los Angeles wird deswegen auch „Tehrangeles“ genannt. Viele Iraner befürchten nun, dass sie während der Präsidentschaft Trumps ihre Familienangehörigen in den Vereinigten Staaten nicht mehr sehen können.

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