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Massenproteste in aller Welt : Die Straße als Kampfarena

Hunderttausende auf der Straße: In Chiles Hauptstadt Santiago ist die Wut auf die Regierung gewaltig. Bild: Reuters

In vielen Ländern entlädt sich die Unzufriedenheit mit Regierungen und Lebensverhältnissen. Die Gründe mögen in Chile oder im Libanon unterschiedlich sein. Doch der Protest lässt sich nicht ignorieren.

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          Massenproteste in Chile, die zur Entlassung der Regierung führen, in Ecuador und Bolivien; Demonstrationen im Irak, bei denen Dutzende getötet werden, und im Libanon; Proteste gegen die Regierung in Äthiopien, bei denen ebenfalls Dutzende ums Leben kommen; und seit Wochen protestieren immer wieder Abertausende in Hongkong für Demokratie – nein, die (mutmaßlich unvollständige) Auflistung der globalen Protestschauplätze soll nicht den Schluss nahelegen, dass die Demonstranten überall dasselbe Anliegen hätten oder von derselben Quelle inspiriert würden.

          Hier sind es Sozialproteste gegen Misswirtschaft, Korruption und soziale Ungleichheit, dort geht es um politische Teilhabe oder um deren Einschränkung. In Lateinamerika ist soziale Ungleichheit verbreitet; der Preis für die Regierenden wird immer höher, je länger die bedrückende Lage nicht entschärft wird. Und wo Wahlen manipuliert und Teilhabeforderungen ignoriert werden, wird die Straße zur Kampfarena. Doch der Protest lässt sich nicht ignorieren, auch nicht unter Aufbietung der ganzen Staatsmacht. Unzufriedenheit bricht sich weltweit Bahn.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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