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Massaker in Buffalo : „Ich schieße allen Schwarzen zweimal in die Brust“

Terror im Supermarkt: Schaulustige versammeln sich am Samstag vor dem Geschäft in Buffalo im Staat New York. Bild: AP

In Buffalo hat ein 18 Jahre alter Mann zehn Menschen erschossen und die Tat live übertragen. Ein Manifest zeigt seine zutiefst rassistischen Gedanken. Die Tat wirft alte Fragen auf.

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          Der Täter hatte alles bis ins Detail geplant. Was er vor dem Angriff essen, wo im Auto er seine Waffen verstauen, wann er die Liveübertragung starten würde. Er kannte den Grundriss des Supermarkts, hatte sich vorgenommen, erst auf den Wachmann und dann auf die Menschen in den Gängen zu schießen. In einem Manifest, das er im Internet veröffentlichte, legte der Achtzehnjährige auf 180 Seiten dar, wie er bei der Attacke möglichste viele Schwarze töten wollte. „Ich schieße alle Schwarzen zweimal in die Brust, wenn das möglich ist“, heißt es da. Er habe sich über Jahre „indirekt darauf vorbereitet“, habe Munition und Ausrüstung beschafft, unregelmäßig schießen geübt. Im Januar sei die Planung konkreter geworden.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Als der junge Mann dann am frühen Samstagnachmittag vor dem Laden der amerikanischen Supermarktkette Tops im Osten von Buffalo aus seinem Auto steigt, trägt er einen Helm mit darauf montierter Kamera, eine schusssichere Weste und ein halbautomatisches Gewehr. Er kommt nicht aus der zweitgrößten Stadt des Bundesstaates New York, sondern ist aus der Kleinstadt Conklin nach Buffalo gefahren, gut dreihundert Kilometer.

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