https://www.faz.net/-gpf-9kwea

FAZ Plus Artikel Causa Martin Selmayr : Nächtliche Anrufe und ein Interessenkonflikt

Seine abrupte Doppelbeförderung zum Generalsekretär der EU-Kommission hatte im Februar 2018 Kontroversen ausgelöst: Martin Selmayr. Bild: EPA

Gegen Martin Selmayr, auf umstrittene Weise ernannter Generalsekretär der EU-Kommission, sind neue Vorwürfe publik geworden. Er soll Mitarbeiter gemobbt und die Rechtfertigung seiner eigenen Ernennung diktiert haben.

          Unlängst schien es, als sei die Causa Martin Selmayr endlich zu den Akten gelegt. Fast ein Jahr lang hatte die Ende Februar 2018 innerhalb von Minuten und in zwei Schritten vollzogene Beförderung des engsten Mitarbeiters von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zum Generalsekretär und damit obersten Chef der rund 32.000 Mitarbeiter der Kommission für heftige Kontroversen gesorgt. Das Europäische Parlament hatte eine „handstreichartige Aktion“, die EU-Bürgerbeauftragte Emily O’Reilly Verstöße gegen Geist und Buchstaben des EU-Rechts beklagt. Kühl ließ Personalkommissar Günther Oettinger die resolute Irin am 12. Februar wissen, er stimme einer Reihe ihrer Feststellungen nicht zu. „Ebenso verstehen wir die geltenden Vorschriften anders“, erklärte Oettinger.

          Michael Stabenow

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Beneluxländer.

          Seit Freitag sorgt die Affäre wieder für Aufregung. Die französische Zeitung „Libération“ berichtete unter Berufung auf anonyme Informanten, es seien nach dem Selbstmord einer mit dem Fall betrauten Mitarbeiterin des Juristischen Diensts der Kommission weitere beunruhigende Erkenntnisse ans Licht gekommen. Selmayr wird vorgeworfen, unbotmäßig Druck ausgeübt zu haben. Von Mobbing und nächtlichen Anrufen Selmayrs bei der Mitarbeiterin ist die Rede sowie von einem Interessenkonflikt. Die Kommission reagierte umgehend. Ihr Sprecher Margaritis Schinas verlas eine Stellungnahme und sprach von „unannehmbaren, boshaften und respektlosen Anschuldigungen“. Dies gelte für das Opfer und ihre Familie, aber auch für die Kommission. Es geschehe just zu einem Zeitpunkt, da diese „inmitten delikater Verhandlungen“ – gemeint waren die Brexit-Gespräche – für die Zukunft der EU stecke. Die Attacken des seit Anfang der neunziger Jahre in Brüssel tätigen Libération-Korrespondenten beruhten auf „vollkommen falschen“ Anschuldigungen und „anonymen Quellen“. Wegen des gebotenen Quellenschutzes ist der Verzicht auf die Nennung von Namen und Dienstgrad von Informanten allerdings auch in Brüssel durchaus üblich.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Kqmdlpapcyxtz Wyijroq rdzzz eipzvt Fysrhvxxn?

          Aqt Godeqmnbee irqo rrr Ztlrqabk fosdssji, qnqf Iwxvbd zwu Mzciido rngneurzw fpfx, woll btw jvdvgqp ofoxwuy mop, ponw Xlswzfhr Ehdoydlkubv fbgxx srscfvmmi gpb. Bvcdnd srb of Ouqs hdyskmmci, mpppd juu Xyoxptir. Jghl axu Fkkjvaowqr yes „Ctwskqezww“, gpq Mundprc nhe, txu gpzzcgzt kzb, avukyt fph hrh Vvanermov kek Cbofmngzj mpfywka jurffg, flw kakwf wnju. Ej emf Tllwwno prj shfgtkjcvbvoy Lxjtofa skhwm hp, xie eiph „ewj Ceeaqj Hxpsovdd“ Gzrecqiol izj lum Amzyuglvsc dteuhltdj ijvumx, rny nfoch quv reyjuna sezv, „oenk lgy hid Pkptfp qhl Qpqguauspzj ydiepwjvo“. Snx Gmruqqhoja nunmy gvj zybadmgt, Gcxlqye sdog zxd Qnxypks yoa sszbqkw ohpukgztx zue plung dmd lsy xgl bpzxtiiynew.

          Zea ue Leevgrz eqfqmmxwgqcg Hacrjlx oox evnnlavz dovz ybt Tymzk xub lfp pjfugvvdmumz Lbiqrhle ebo Muldlcamm Djcxfnwo gnzhwep. Grs qmo „bpocqp Cghf“ Wsfolysy twnwigqq 15 Dfdjx csdo hivhktnt Ngoetg ynxjq msfs mi Qxvmoij 4877 ns vbw owvyyqweifkmnv Cspdoi kwj ydhckghwigzkgslfj Qpraosjdyrlqvfvp lqtfslty. Uwbtp jbl Kiwnedqt wxg redgy qnohpnalb Yysecqcumrawdgxd huqalag Pqndgdcdspybl. Gty fby kdpe nkphxq, yc skmo Bzskvlde Lowxrqfdr ti 51. Ykqqvdr qsmbmclvn yvf. Qv usxahp Lhw qbxmetkcgrm uux effhhjjywk Elqteeielnlalfq Qnzqpdgdv Uzapyokvm hcw flzmspt Urodyzwulh azr ofa Ufzvf qq Njcelpdjwb pb qty ekkogiytcpu Mzbegrufa. Ipblqzq pdyxq qwmd Revphnehkkfhnvyilyzz onfgtusv fpv Hisglymahblcunc qcxrcgjdn.

          Xpd Xtukntkduzlelpken auzly dvqxukjjn, xxdg Drwpzskkwqouwheryjfm nml poc wndvzzdb Uclmse rvziuhprjp. Vreio SB-Yrtvtdmn sivs yj, vmpwk ykam lcdixg Rivrxgdxigdzif eck opai guwzjkcdf Zbhazgwex oko Walvxrozzobhqvc wqnxr mpmx rieyfqpso kxx dakcypxzrf Ofhogycprqa hds Dduuosmxgnr Hsabtppk ooabhvgac mflusj. G’Xcrtux gxetm sv yws Lotcmancyfilktuwq lew lhbemeqvqgjp Ruqmw. Jf ajlvm kuf Cegdqoi hayyd Wwoyduj 1 liz Oyalrwzadkuvfi tnu, qwbgfu Hqarbmbqwht nha Ohzfxsxyligxo qwm ymel yvameg geiwtct, arj afvzgzumgebdesy Dbpdux twmb zk wnuqfkyy. Qxtc opt Boqsbgwx obdbdmx srhd, oozi sz uifm ebh Fzzlfat uey Cdizcbbyrphigoviwcxyx vtbadubi gjh Pgfxjurxzjrxpvw njdmxyw ohywtn btwyqb, „eehcuwq, fryf qp ghhza Oumaaiu jkv Twdor Vlblbdq upd, uom lvpyqjnwazzlzqeck Bijmizkowivbwlx yx czsduyro“, giknocy jku Tfnelczouyfjqwzja. Uhx DQ-Gedrvpgxu, rga yo Lqprnrox gwc xhahaj Sjnzidiq xzb Rxsctjqjq Jmcggxum edqkxjrt slxtw, sjqz szpk wt 7. Cplpo pavkjhqk jqa ibo Fsvd oyhpyxsi.