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EU-Parlamentspräsident Schulz : „Ich war ganz sicher kein bequemer Präsident“

  • Aktualisiert am

Fünf Jahre lang war Martin Schulz Präsident des Europäischen Parlaments. Bild: dpa

Martin Schulz nimmt Abschied vom EU-Parlament: In seiner Ansprache kündigte er an, weiter gegen „die Spalter und die Ultranationalisten“ zu kämpfen, die sich in Europa breitmachten.

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          Mit einer kurzen Ansprache hat sich EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Plenum von den Abgeordneten verabschiedet. „Ich war ganz sicher kein bequemer und auch kein einfacher Präsident“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Straßburg. Im Januar wird er sein Amt nach fünf Jahren abgegeben.

          In den vergangenen Jahren sei es dem Parlament gelungen, die transnationale Demokratie zu stärken, sagte Schulz. Diese Errungenschaft sei nun aber in Gefahr. „Überall auf diesem Kontinent machen sich die Spalter und die Ultranationalisten wieder breit“, sagte er. „Mit aller Kraft werde ich mich jedenfalls auch künftig gegen diesen Hass stellen, egal von welcher Stelle aus.“

          Schulz hatte Ende November angekündigt, in die Bundespolitik zu wechseln. Wer am 17. Januar in Straßburg zu seinem Nachfolger gewählt wird, ist noch unklar. Derzeit bringen die Fraktionen ihre Kandidaten in Stellung. Die EVP-Fraktion hatte am Dienstag den Italiener Antonio Tajani für die Schulz-Nachfolge aufgestellt. Als Kandidat der Sozialisten ist ebenfalls ein Italiener im Gespräch, der derzeitige Fraktionschef Gianni Pittella.

          Keine Partei kann ohne die Unterstützung anderer Parteien ihren Kandidaten sicher durchsetzen. Am Montag vor der Wahl soll Schulz ein letztes Mal die Plenarwoche in Straßburg eröffnen.

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