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Hilfe aus Saporischschja : Wo die Retter Mariupols leben

Begehrte Hilfe: Flüchtlinge aus besetzten und umkämpften Gebieten in der Ukraine warten in Saporischschja auf Güter des täglichen Bedarfs. Bild: Daniel Pilar

Die Großstadt Saporischschja ist Frontstadt und Angelpunkt für alle, die dem umkämpften Südosten der Ukraine zu Hilfe kommen wollen. Ein Mutiger ist schon zwei Mal nach Mariupol gefahren.

          7 Min.

          Am Morgen gehört Saporischschja den Hunden. Aus allen Häusern treten sie in die grünen Seitenstraßen der südostukrainischen Industriestadt hinaus und beschnuppern ihre Nachbarn. Ein kurzer Schwatz unter weiß blühenden Bäumen, dann ziehen die Besitzer weiter. Saporischschja war einst als sozialistische Idealstadt am Ufer des mächtigen Flusses Dnipro geplant. Wild wachsende Grünflächen wechseln sich zwischen vergilbten Fassaden der 1930er Jahre mit akkurat gepflegten Beeten ab und lassen die Stadt wie die Verwirklichung einer Utopie der Verbindung von Mensch und Natur erscheinen. „Fast wie Mariupol“, sagt Sascha Protjah, der hier nach seiner Flucht in der Erdgeschosswohnung einer Freundin mit Blick in das satte Grün untergekommen ist.

          Alexander Haneke
          Redakteur in der Politik.

          Saporischschja liegt nur rund 50 Kilometer von der Front entfernt und ist zum Angelpunkt der Hilfe für das zerstörte und vom russischen Militär fast vollkommen besetzte Mariupol geworden. Mehr als 115.000 Flüchtlinge kamen bisher hier an, zuletzt die Busse mit den aus dem umkämpften „Asowstal“-Gelände geretteten Zivilisten. In Saporischschja wird das wenige, was an Hilfsgütern vorbei an den russischen Kontrollposten in die besetzten Gebiete gelangt, losgeschickt. Und hier haben die zahllosen Freiwilligen, die den Menschen im Süden und Osten zu Hilfe kommen wollen, eine Basis aufgebaut.

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