https://www.faz.net/-gpf-9ch5j

Mögliche Spionin Maria Butina : Sex für Stelle in politischer Organisation?

  • Aktualisiert am

Der Russin Maria Butina wird vorgeworfen, versucht zu haben, die amerikanische Politik zu beeinflussen. Bild: dpa

Kaum war das Treffen von Trump und Putin vorbei, wurde bekannt, dass eine Russin wegen Beeinflussung der amerikanischen Politik festgenommen wurde. Jetzt kam ein pikantes Detail ihrer Machenschaften heraus.

          1 Min.

          Die in Amerika festgenommene Russin Maria Butina soll mindestens einem Amerikaner Sex für eine Position in einer politischen Organisation angeboten haben. Das steht in einem Gerichtsdokument. Die „Washington Post“ berichtet, ihr Ziel sollen politische Informationen, Kontakte und ein Arbeitsvisum gewesen sein. Ihr Ziel sei gewesen politische Organisationen in Amerika zu infiltrieren. Sie soll zudem Verbindungen zur russischen Regierung haben.

          Die 29 Jahre alte russische Staatsbürgerin wurde am Sonntag in Washington D.C. festgenommen. Die Nachricht ihrer Festnahme wurde kurz nach dem Treffen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Helsinki am Montag bekannt.

          Butina soll 2014 mit einem Studentenvisum in die Vereinigten Staaten eingereist sein. Sie soll versucht haben, ein Netzwerk an Kontakten zu ranghohen Politikern zu knüpfen – um damit die Präsidentschaftswahl 2016 im Sinne der russischen Regierung zu beeinflussen. In einer Anhörung am Mittwochnachmittag in Washington sollen keine Namen von Politikern gefallen sein. Aber ihr Ziel seien die Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gewesen sein, darunter auch Donald Trump.

          Eine 125.000-Dollar-Operation

          Dafür soll sie Verbindungen zu der amerikanischen Waffenlobby NRA und konservativen religiösen Organisationen wie dem National Prayer Breakfast aufgebaut haben. Das berichtet die „Washington Post“. Die Anklage soll von einer 125.000-Dollar-Operation gesprochen haben. „Die verdeckte Einflusskampagne erforderte eine erhebliche Planung, internationale Koordination und Vorbereitung“, sagte die Anklage.

          Die Richterin verweigerte Butina eine Freilassung auf Kaution. Sie muss wegen Fluchtgefahr weiter in Haft bleiben. Butina könnte mit einer Haftstrafe bis zu 15 Jahren verurteilt werden.

          Butina soll gemeinsam mit weiteren russischen Agenten agiert haben. Am vergangenen Freitag wurden bereits 13 russische Staatsbürger wegen Hackings der Computer der Demokratischen Partei vor der Wahl 2016 angeklagt.

          Weitere Themen

          Der Griff nach der Hand des Teufels

          Syriens Kurden und Assad : Der Griff nach der Hand des Teufels

          Bedrängt durch die türkische Offensive schließen die Kurden einen Pakt mit Assad. Dabei wissen sie, dass dem syrischen Regime nicht zu trauen ist. Der Konflikt wird noch unübersichtlicher und explosiver.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.