https://www.faz.net/-gpf-9fcac

Mann in New York verhaftet : Polizei vereitelt Anschlagspläne

  • Aktualisiert am

Möglicher Ort der Explosion: Der Kongress in Washington Bild: Reuters

Ein Anhänger der Demarchie habe sich am Tag der Kongresswahl selbst in die Luft sprengen wollen, um Aufmerksamkeit auf seine Überzeugung zu lenken. Das FBI spricht von schweren möglichen Schäden.

          Die amerikanische Polizei hat einen Mann festgenommen, der sich am Tag der Kongresswahlen in der Hauptstadt Washington in die Luft sprengen wollte. Er habe auf diese Weise Aufmerksamkeit auf seine politischen Überzeugungen lenken wollen, sagte der 56 Jahre alte Mann bei seiner Festnahme, wie der Sender NBC berichtete. Ermittler fanden demnach Sprengstoff zum Bau eines rund 90 Kilogramm schweren Sprengsatzes in seinem Haus im Bundesstaat New York. Er habe den Sprengstoff im Internet bestellt und in seinem Keller an dem Sprengsatz gearbeitet, habe der Mann bei seiner Festnahme zugegeben.

          Die Polizei hatte den Mann bei einer Verkehrskontrolle gestoppt, nachdem dieser zuvor einen Journalisten über seine Pläne informiert hatte, hieß es weiter. Gerichtsdokumenten zufolge ist der Mann ein Verfechter der Demarchie, einer demokratischen Herrschaftsform, in der politische Ämter durch eine Art Losverfahren und nicht durch Wahlen bestimmt werden.

          Er habe alleine gehandelt und gehöre keiner terroristischen Gruppierung an, berichtete NBC weiter unter Bezug auf nicht namentlich genannte Quellen in den Behörden. Er habe den Ermittlern gesagt, er habe niemanden verletzen wollen. Wäre es aber zur Explosion gekommen, so hätten Unschuldige getötet und schwere Schäden angerichtet werden können, sagte ein FBI-Ermittler.

          Am 6. November finden in den Vereinigten Staaten die sogenannten Midterms statt, bei denen das gesamte Abgeordnetenhaus und ein Drittel des Senats gewählt werden.

          Weitere Themen

          Späte Reue Video-Seite öffnen

          Viele Waliser gegen Brexit : Späte Reue

          Beim Referendum 2016 stimmten 52 Prozent der Menschen in Wales für den Austritt. Doch langsam stellt sich ein Sinneswandel ein: Laut jüngsten Umfragen will heute mehr als die Hälfte in der Europäischen Union bleiben.

          Venezuela wurstelt weiter

          Kommunalwahlen : Venezuela wurstelt weiter

          Der Glaube der Venezolaner an die Demokratie ist zerstört und wirtschaftlich ist das Land ausgebrannt. Dennoch kann das Regime in Caracas weiterhin auf einige Verbündete zählen.

          Topmeldungen

          Gipfel in Marokko : Staatengemeinschaft billigt UN-Migrationspakt

          Die internationale Staatengemeinschaft hat am Montag in Marrakesch den UN-Migrationspakt offiziell angenommen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres nannte das Vertragswerk eine „Roadmap zur Vermeidung von Leid und Chaos“.

          Warnstreik : Zugverkehr rollt langsam wieder an

          Nach dem heftigen Streik am Montagmorgen normalisiert sich der Zugverkehr sehr langsam wieder. Die Gewerkschaft droht allerdings schon neue Arbeitsniederlegungen an.

          Protest in Frankreich : Wilde Gesten in gelben Westen

          Hat der Aufruhr in Frankreich einen Gesamtwillen? Die Gelbwesten fordern Macrons Rücktritt und zugleich die Einlösung seiner Wahlversprechen: Ein französisches Paradox.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.