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Sea-Eye und Sea-Watch : Malta erlaubt deutschen Rettungsschiffen Einfahrt in Gewässer

  • Aktualisiert am

Die „Sea-Watch 3“ der deutschen NGO Sea-Watch hat Ende Dezember 32 Flüchtlinge in internationalen Gewässern im Mittelmeer gerettet- Bild: dpa

Seit Tagen sind sie auf dem Mittelmeer unterwegs – ohne von Italien, Malta oder Spanien die Erlaubnis zur Einfahrt in einen Hafen zu bekommen. Doch jetzt reagiert die maltesische Marine auf die sich verschlechternde Situation der 49 Flüchtlinge.

          Nach Tagen auf hoher See zeichnet sich für Dutzende Flüchtlinge an Bord zweier von deutschen Rettern betriebenen Hilfsschiffe eine Verbesserung ihrer Lage ab: Malta erklärte sich am Mittwoch bereit, die beiden Schiffe in seine Gewässer einfahren zu lassen. Grund sei die sich verschlechternde Situation an Bord, erklärte die maltesische Marine. Die meisten der insgesamt 49 Flüchtlinge an Bord litten an Seekrankheit.

          Die „Sea-Watch 3“ der deutschen NGO Sea-Watch hatte am 22. Dezember 32 Flüchtlinge in internationalen Gewässern im Mittelmeer gerettet, darunter drei kleine Kinder, drei unbegleitete Jugendliche und vier Frauen. Italien, Malta und Spanien weigern sich bislang, das Schiff in einen Hafen einlaufen zu lassen. Ein Schiff der deutschen Flüchtlingshilfsorganisation Sea-Eye hatte am Samstag 17 weitere in Seenot geratene Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet.

          Spanien rettete im neuen Jahr mehr als 400 Flüchtlinge

          Sea-Watch betonte auf Twitter, die Erlaubnis der maltesischen Behörden bedeute lediglich, dass das Schiff näher an der Küste in ruhigeren Gewässern fahren dürfe, „mehr nicht“. Einen sicheren Hafen zum Einlaufen habe das Schiff weiterhin nicht.

          Die Niederlande erklärten sich am Mittwoch bereit, einen Teil der Flüchtlinge von Bord der „Sea-Watch 3“ aufzunehmen. Voraussetzung sei, dass auch andere EU-Staaten einen Teil der Flüchtlinge aufnähmen, sagte ein Sprecher des niederländischen Justizministeriums. Darüber liefen Verhandlungen unter Vermittlung der EU-Kommission.

          Die spanische Küstenwache rettete derweil an den ersten beiden Tagen des Jahres bereits mehr als 400 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer. Am Neujahrstag seien 111 und am Mittwoch seien 290 weitere Menschen gerettet worden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

          Nach UN-Angaben starben 2018 rund 1300 Menschen bei dem Versuch, von Nordafrika aus über die zentrale Mittelmeer-Route nach Europa zu gelangen.

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