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Gruppe „Wagner“ : Malis Poker mit den russischen Söldnern

Malische Sicherheitskräfte in Timbuktu Bild: AFP

Malis Militärjunta hält trotz Protesten aus Europa daran fest, Söldner der russischen Gruppe „Wagner“ ins Land zu holen. Hoffen die Putschisten darauf, dass die internationale Gemeinschaft ihnen Zugeständnisse macht?

          4 Min.

          Assimi Goïta hält nicht viel davon, sich von anderen Vorschriften machen zu lassen. Als der 38 Jahre alte Oberst im August 2020 einen Putsch im westafrikanischen Mali anführte und den Präsidenten stürzte, gab seine siegreiche Militärjunta nur unwillig dem Druck der internationalen Gemeinschaft nach und setzte einen zivilen Übergangspräsidenten ein. Neun Monate dauerte es, und die Putschisten nahmen den zivilen Präsidenten Bah N’Daw und den Premierminister fest. Goïta hatte sein Ziel erreicht. Er wurde der neue Staatschef. 

          Claudia Bröll
          Freie Afrika-Korrespondentin mit Sitz in Kapstadt.

          So ist es wenig überraschend, dass die Militärjunta auch die internationale Entrüstung über einen möglichen Einsatz der russischen Söldnertruppe Wagner zurückweist. Sie werde es nicht zulassen, dass irgendein Staat für sie Entscheidungen treffe, und noch weniger, dass dieser entscheide, auf welche Partner sie zurückgreife, lautete die Reaktion. Auf die Meldung, dass die malische Regierung mit dem privaten russischen Militärunternehmen verhandle, hatten vor allem die französische und die deutsche Regierung mit scharfer Kritik reagiert.

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