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Getöte Zivilisten und Militärs : Angriffe mutmaßlicher Dschihadisten in Mali und Burkina Faso

  • Aktualisiert am

Kommt auch durch die Präsenz internationaler Truppen ( hier ein britischer Militärhubschrauber am 7. Juni) nicht zur Ruhe: die Region Gao in Mali Bild: AP

In Mali wurden mindestens 40 Dorfbewohner in der Region Gao getötet. Auf der anderen Seite der Grenze in Burkina Faso wurden 12 burkinische Soldaten getötet. Hinter den Angriffen werden islamistische Gruppen vermutet.

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          Bei Angriffen mutmaßlich dschihadistischer Milizen in Grenzregionen von Mali und Burkina Faso sind dutzende Zivilisten und Soldaten getötet worden. In der Region Gao in Mali töteten Angreifer auf Motorrädern mehr als 40 Dorfbewohner, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag mit Berufung auf Sicherheitskräfte und Lokalbehörden berichtete. In Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali wurden offenbar zwölf burkinische Soldaten bei einem Angriff aus dem Hinterhalt getötet.

          „Mehr als 40 Zivilisten wurden am Sonntag von Terroristen in den Dörfern Karou, Ouatagouna und Daoutegeft getötet“, sagte ein malischer Sicherheitsbeamter. Die Angreifer „drangen in die Dörfer ein und massakrierten alle“. Der Nachrichtenagentur KNA zufolge sind bei den Angriffen in den Dörfern 48 Menschen getötet worden.

          Vergeltungsakt für getötete Dschihadistenführer?

          Einige hundert Kilometer weiter südwestlich, auf der burkinischen Seite der Grenze überfielen mutmaßliche Dschihadisten eine Eingreiftruppe der burkinischen Armee. Laut KNA-Angaben wurden bei dem Angriff 12 burkinische Soldaten getötet.

          Aus burkinischen Militärkreisen hieß es, der Angriff sei vermutlich ein Vergeltungsakt „für den Tod von zwei Dschihadistenführern, die (...) von den Streitkräften neutralisiert wurden“. Die beiden gesuchten Mitglieder einer Al-Qaida-nahen Gruppierung waren nach offiziellen Angaben am Samstag von einer Spezialeinheit des Militärs getötet worden. Burkina Fasos Präsident Roch Marc Christian Kabore kündigte auf Twitter an, „einen kompromisslosen Krieg gegen die Barbaren“ zu führen.

          In Mali verüben dschihadistische und andere Gruppen immer wieder Angriffe. Die Gewalt begann 2012 mit einem islamistisch motivierten Aufstand im Norden des westafrikanischen Landes und breitete sich rasch weiter aus, auch auf die Nachbarländer Burkina Faso und Niger. Tausende Menschen wurden getötet und Hunderttausende sind auf der Flucht.

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