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Militärabzug : Letzte französische Soldaten haben Mali verlassen

  • Aktualisiert am

Ein Archivbild vom 09. Juni 2021 zeigt französische Soldaten der Operation „Barkhane“, die nach vier Monaten Einsatz ihren Stützpunkt verlassen. Bild: dpa

Im Februar kündigte Frankreich den Abzug seiner Truppen aus Mali an. Jetzt findet die Militärmission „Barkhane“ nach neun Jahren ein Ende.

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          Frankreich hat die letzten Soldaten seines Anti-Terror-Einsatzes „Barkhane“ in Mali abgezogen. Sie hätten am Montagmittag das westafrikanische Land verlassen, teilte der Elysée-Palast mit. Frankreich hatte den Rückzug nach neun Jahren im Februar aufgrund erheblicher Spannungen angekündigt, will sich allerdings weiter in der Sahelzone engagieren.

          In der Sahelzone, die sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt, sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In Mali laufen neben den Anti-Terror-Kampfeinsätzen auch der EU-Ausbildungseinsatz EUTM und der UN-Stabilisierungseinsatz Minusma.

          Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem jüngsten Putsch im Mai 2021 wird das Land von einer militärischen Übergangsregierung geführt, die enge Beziehungen zu Russland pflegen soll.

          Am Freitag setzte die Bundeswehr ihren Einsatz in Mali bis auf weiteres aus, weil die malische Regierung zum wiederholten Male Überflugsrechte verweigert hatte.

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