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Mali-Einsatz : Fabius erwartet finanzielle Hilfe aus Deutschland

  • Aktualisiert am

Frankreichs Außenminister Fabius (links) mit dem ivorischen Präsidenten und Ecowas-Vorsitzenden Alassane Ouattara Bild: dpa

Frankreich erwartet für seine Militärintervention in Mali offenbar auch finanzielle Hilfe aus Deutschland. In der kommenden Woche soll es eine Konferenz zur Finanzierung des Einsatzes geben.

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          Anlässlich des 50. Jahrestags der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags hat Frankreichs Außenminister Laurent Fabius das Verhältnis zwischen Berlin und Paris gelobt. Zwischen beiden Ländern gebe es heute Beziehungen „auf Augenhöhe zwischen gleichberechtigten Partnern“, sagte Fabius am Dienstag im Deutschlandfunk. Diese seien aber „nicht ausschließend gegenüber anderen“ Staaten.

          Mit Blick auf den Einsatz der französischen Armee gegen radikale Islamisten in Mali sagte Fabius, Paris habe militärisch in den Konflikt eingegriffen, weil es dort „wirklich um Leben oder Tod“ gegangen sei. Daher sei der Einsatz auch „nicht umständlich beantragt“ worden. „Das einzige Land, das die Fertigkeiten hatte, dies zu tun, waren eben die Franzosen“, sagte der Minister.

          „Beitrag nach eigenem Ermessen“

          Zur Beteiligung Deutschlands, das zur Unterstützung afrikanischer Streitkräfte Transportmaschinen der Bundeswehr nach Mali entsandt hatte, sagte Fabius, die deutsche Hilfe werde „gern“ angenommen. „Was die Deutschen dann darüber hinaus leisten wollen, das liegt letztlich bei den deutschen Freunden selbst“, sagte er. Auch die afrikanische Eingreiftruppe mit geplanten 5500 Soldaten müsse finanziert werden.

          Gegenüber dem Deutschlandfunk äußerte Fabius, in der kommenden Woche werde es eine Konferenz zur Finanzierung des Einsatzes geben. Konkrete Forderungen aus Paris an Berlin nannte er indes nicht. Die Bundesregierung werde aber einen „Beitrag nach eigenem Ermessen“ leisten.

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