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Kein Kardinalstitel verliehen : Wie der übergangene Mailänder Bischof mit dem Papst abrechnet

Erzbischof Mario Delpini segnet am 25. Juni 2022 ein Feld mit Weihwasser vor der Kirche San Martino Olearo in Mediglia. Bild: dpa

Seit Menschengedenken wurden Erzbischöfe aus Mailand auch Kardinäle. Unter Papst Franziskus ist das anders, zur Verärgerung von Mario Delpini. Er reagiert mit Bitterkeit auf die Entscheidung – und mit Selbstironie.

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          Mario Delpini, 71 Jahre alt und seit 2017 Erzbischof von Mailand, hat mit einer Mischung aus Selbstironie und Bitterkeit auf den Umstand reagiert, dass er beim Konsistorium vom 27. August nicht in das Kardinalskollegium aufgenommen wurde. Schon bei den Konsistorien von 2018, 2019 und 2020 hatte Franziskus den Erzbischof von Mailand übergangen.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Delpini nutzte zu seiner sarkastischen Abrechnung mit Papst Franziskus eine Ansprache im Dom zu Como, rund fünfzig Kilometer nördlich von der Metropole Mailand am Comer See gelegen. Dort überbrachte Delpini im Namen aller lombardischen Bischöfe Glückwünsche an Oscar Cantoni, 72 Jahre alt und seit 2016 Bischof von Como, der seinerseits beim Konsistorium im Petersdom das Kardinalsbirett und den Kardinalsring vom Papst empfangen hatte.

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