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Mai-Proteste : Polizei fährt 120 Wasserwerfer in Istanbul auf

  • Aktualisiert am

In Istanbul hat es zum 1. Mai schwere Ausschreitungen gegeben. Bild: AP

In Istanbul hat es schwere Ausschreitungen gegeben. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, Demonstranten waren mit Molotow-Cocktails bewaffnet. Es gibt sogar Berichte über einen Toten.

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          Bei Protesten zum 1. Mai in der türkischen Metropole Istanbul hat die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt. Mehrere Gruppen regierungskritischer Demonstranten hatten am Sonntag versucht, zum symbolträchtigen Taksim-Platz im Zentrum zu marschieren, den die Polizei weiträumig abgeriegelt hatte. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, ein 57-Jähriger sei beim Versuch, eine Straße zu überqueren, versehentlich von einem Wasserwerfer angefahren und dabei tödlich verletzt worden.

          Demonstranten skandierten „Nieder mit Faschismus“ und „Lang lebe der 1. Mai“. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, rund 24.500 Polizisten und 120 Wasserwerfer seien in Istanbul im Einsatz gewesen. Bis zum Abend seien 207 Menschen festgenommen worden. Die Polizei habe unter anderem 40 Molotow-Cocktails beschlagnahmt. Polizeihubschrauber kreisten über Istanbul. Die Metro-Station am Taksim-Platz wurde geschlossen, der Platz mit Gittern abgesperrt.

          Gewerkschaften riefen in diesem Jahr unter anderem aus Sicherheitsgründen dazu auf, sich nicht auf dem Taksim-Platz, sondern auf einem Areal außerhalb des Stadtzentrums zu versammeln, wo Demonstrationen genehmigt waren. Wie in den vergangenen Jahren hatten die Behörden 1.-Mai-Demonstrationen auf dem Taksim verboten.

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