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Annäherung an Putin : Macrons Charme-Offensive ist gescheitert

So eindeutig sind die Verhältnisse nicht: Macron und Putin am 19. August 2019 Bild: AP

Der französische Präsident versuchte es mit Nachsicht gegenüber Russland. Doch der Kreml dankte es ihm nicht. Nun belastet auch noch eine Spionageaffäre das Verhältnis – und der Fall Nawalnyj.

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          Der französische Präsident hat es seinem Außenminister überlassen, den Einsatz eines Nervenkampfstoffs gegen den russischen Oppositionspolitiker Aleksej Nawalnyj „auf das Allerschärfste“ zu verurteilen. Das deutet darauf hin, wie schwer es Emmanuel Macron fällt, das Scheitern seiner im August 2019 mit dem Empfang des russischen Präsidenten Wladimir Putin in seiner Sommerresidenz an der Côte d’Azur begonnenen Charme-Offensive einzugestehen.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Die Politik der Nachsicht und Gesprächsbereitschaft gegenüber Moskau, die Macron ausprobiert hat, ist vom Kreml-Chef nicht in der erhofften Weise beantwortet worden.

          Macrons jüngste Äußerungen lassen nichts mehr von der Zuversicht erkennen, die er vor einem Jahr an den Tag legte, wann immer er auf seinen Einfluss auf den Kreml-Chef angesprochen wurde. Im Austausch mit den Korrespondenten der „Presse présidentielle“ sagte er jetzt, dass sein Ansatz „falsch verstanden und karikiert“ worden sei. Er sei „ohne jegliche Naivität“ und wolle verhindern, dass die Abhängigkeit gegenüber Russland wachse.

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