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Macron im Corona-Risikogebiet : „Die europäische Solidarität rettet Leben“

Eine französische Soldatin während einer Übung im Feldlazarett in Mühlhausen Bild: Reuters

Sind die europäischen Staaten in der Coronakrise nicht solidarisch genug? Der französische Präsident Macron tritt diesem Eindruck entgegen. Aber es gibt immer mehr kritische Fragen.

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          Trotz verschärfter Ausgangssperre in Frankreich ist Emmanuel Macron am Mittwoch nach Mülhausen gereist. Als Armeechef eröffnete er offiziell ein Feldlazarett, das der Sanitätsdienst der Streitkräfte neben dem völlig überlasteten örtlichen Krankenhaus aufgebaut hat. Dreißig Covid-19-Patienten sollen im Schutz der Zeltwände fortan behandelt werden. Das Präsidentenflugzeug war kaum gelandet, da verglich ein Berater aus dem Elysée-Palast schon Macron mit dem früheren Regierungschef und Kriegsminister Georges Clemenceau. Aufnahmen des schnauzbärtigen Mannes, der mit zerbeultem Hut, Pelerine, Gamaschen und Spazierstock die Soldaten im Schützengraben aufsuchte, haben noch heute viele Franzosen in Erinnerung. Macron musste medizinische Schutzkleidung tragen.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          „Wir sind im Krieg“, hatte er in seiner jüngsten Fernsehansprache bekundet. Der 42 Jahre alte, ungediente Staatschef bedient sich angesichts der Ausnahmesituation ohne Zurückhaltung der Kriegsmetapher. Es habe ihn an die Front gezogen, um Ärzten, Pflegepersonal und anderen Helfern zu danken und sie seiner Unterstützung zu vergewissern, teilte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye mit. „Es ist wichtig, dass der Präsident bei denjenigen ist, die gegen die Krankheit kämpfen“, sagte sie.

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