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Folgen des U-Boot-Deals : Macron stellt Bidens Wertschätzung für Frankreich in Frage

  • Aktualisiert am

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Wertschätzung Präsident Bidens für Frankreich in Frage gestellt. Bild: AP

In Paris hatte es zuletzt große Verstimmungen gegeben, weil die USA in den vergangenen Monaten hinter dem Rücken von Frankreich einen neuen Sicherheitspakt für den Indopazifik-Raum ausgehandelt hatten.

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          Nach den jüngsten außenpolitischen Alleingängen der USA ist sich der französische Präsident Emmanuel Marcon nicht sicher, ob sein amerikanischer Kollege Joe Biden Frankreich noch als wichtigen Partner ansieht. Auf eine entsprechende Frage vor einem informellen EU-Gipfel in Slowenien sagte der Staatschef am Dienstagabend: „Wir werden sehen. Ich glaube nur an Fakten.“ Man werde sich Mitte Oktober und auch beim G20-Treffen Ende des Monats wieder austauschen. „Ich denke, das wird die richtige Gelegenheit sein um zu sehen, wie wir uns sehr konkret wieder engagieren können.“

          In Frankreich und der gesamten EU hatte es zuletzt große Verstimmungen gegeben, weil die USA in den vergangenen Monaten hinter dem Rücken der EU mit Großbritannien und Australien einen neuen Sicherheitspakt für den Indopazifik-Raum ausgehandelt hatten. In dem Zusammenhang verlor der französische Staatskonzern Naval Group einen Auftrag zum Bau von U-Booten im Wert von über 50 Milliarden Dollar. Zudem wird Washington mit Blick auf den Abzug aus Afghanistan mangelnde Rücksicht auf Interessen der EU-Partner vorgeworfen.

          Macron betonte am Dienstagabend, Entscheidungen seien getroffen worden. Er könne nicht sagen, dass es Signale für eine Berücksichtigung Frankreichs oder Europas gegeben habe.

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