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Eliteuniversität ENA : Ende einer Kaderschmiede

Emmanuel Macron als Student in den frühen 2000er Jahren Bild: Fr3

Der französische Präsident schafft die Elitehochschule ab, an der er selbst ausgebildet wurde. So will er die schwerfällige Verwaltung erneuern – und sein öffentliches Bild gleich mit.

          6 Min.

          Als „Spiegel der Nation“ wird die Kaderschmiede Ena in einem französischen Dokumentarfilm beschrieben. Diesen Spiegel hat der französische Präsident jetzt zerschlagen. Mitten in der schlimmsten Gesundheitskrise, in der viele seiner Landsleute an der bürokratischen Langsamkeit und an der Reglementierungswut der Verwaltung schier verzweifeln, kommt das Ende der berühmten Elitehochschule einem schmachvollen Eingeständnis gleich: Die Staatselite hat sich in der Pandemie nicht bewährt, legt Emmanuel Macron nahe. In seiner Rede zur Abschaffung der Ena machte er erheblichen Modernisierungsbedarf in der Beamtenrepublik aus.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Für die Zukunft zeichnete er das Idealbild von agilen, unternehmerisch denkenden hohen Staatsdienern, die in Krisen bürgernah, anpackend und unter Einsatz modernster Informationstechnologien handeln. Diesem Ziel soll sich das neue „Institut für den öffentlichen Dienst“ verschreiben, das bereits im September die Ena ablösen wird.

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