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Macron in Washington : Bidens Preis

  • -Aktualisiert am

Der französische Präsident Emmanuel Macron mit dem amerikanischen Präsidenten Joe Biden im Juni auf einem G-7-Gipfel in Elmau in Oberbayern Bild: Reuters

Der transatlantische Konsens über die Ukraine ändert nichts daran, dass Europa und Amerika auch Interessenkonflikte haben. Wenn es um China geht, sollten sie nicht zu groß werden.

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          Die Führungsrolle, die Scholz für sich und Deutschland beansprucht, wird schon allein dadurch relativiert, dass es in der EU noch eine Mittelmacht mit globalen Ambitionen gibt. Das weiß man auch im Weißen Haus, weshalb der französische Präsident Macron nun schon zum zweiten Mal in den Genuss eines Staatsempfangs in Washington kommt.

          Für die aktuelle transatlantische Geschlossenheit, die Putin sicher nicht erwartet hat, war Paris vielleicht sogar noch wichtiger als Berlin. Frankreich hat selbst im Kalten Krieg auf einer Sonderrolle in der NATO bestanden, und Macron hat das Bündnis bekanntlich schon mal als hirntot bezeichnet.

          Harter Wettbewerb beim Klimaschutz

          Der aktuelle Konsens über die Ukraine ändert nichts daran, dass Europa und Amerika auch Interessenkonflikte haben. Bidens Klimaschutzsubventionen sind ein offensichtlicher Fall, der allen Europäern, vor allem den missionarischen Deutschen, zeigt, dass es bei diesem Thema auch um harten industriellen Wettbewerb geht.

          Noch grundlegender dürfte die Frage werden, wie künftig mit China umzugehen ist. In der NATO ist schon zu beobachten, dass Biden hier von den Europäern einen Preis für die Unterstützung der Ukraine und die Sicherung Europas verlangt. Immerhin wurde vom Treffen der Allianz in Bukarest ein wachsendes Einvernehmen über China gemeldet. Welche Folgen es haben kann, wenn der Westen uneins ist, hat man lange am Fall Russland studieren können.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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