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Emmanuel Macron im Irak : „Frankreich wird seine Militärpräsenz beibehalten“

Emmanuel Macron am 29. August in der Al-Nouri-Moschee in Mossul Bild: dpa

Frankreich will seine Truppen aus dem Irak nicht abziehen – egal, was die Amerikaner tun. Laut Macron dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass der Westen seine Verbündeten fallenlasse.

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          Als mahnenden Appell zu strategischer Autonomie Europas will Präsident Emmanuel Macron die Entwicklung in Afghanistan, aber auch im Irak verstanden wissen. Zusammen mit der UN-Vetomacht Großbritannien will Frankreich im Sicherheitsrat an diesem Montag eine Resolution einbringen, die eine humanitäre Schutzzone für bedrohte Afghanen am Flughafen Kabul begründet. Diese Schutzzone (safe zone) könne die Grundlage für weitere Rettungsflüge bilden, die unter der Ägide der Vereinten Nationen organisiert würden, sagte Macron. „Wir lassen Afghanistan nicht im Stich“, betonte er.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Während seiner Irak-Reise am Wochenende verhandelte Macron direkt mit Tamim Bin Hamad Al Thani, dem Staatsoberhaupt des Emirats Qatar, über eine mögliche humanitäre Luftbrücke. Macron drängt die Europäer, den Druck auf die Taliban in dieser Frage zu erhöhen. Er hat den Blick zugleich auf den Irak gerichtet, wo verfehlte amerikanische Entscheidungen Europa ebenfalls herausfordern könnten. Am Sonntag stattete Macron französischen Elitesoldaten der forces spéciales in Arbil im irakischen Kurdistan einen Besuch ab. Die Spezialkräfte bilden dort kurdische Peschmerga-Kämpfer aus und unterstützen sie.

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