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Zutritt zu Kirche : Macron gerät in Jerusalemer Altstadt mit Polizei aneinander

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„Jeder kennt die Regeln“: Frankreichs Präsident Macron echauffiert sich bei seinem Besuch in der Jerusalemer Altstadt über den Umgang mit ihm. Bild: AFP

Seit Jahrhunderten besitzt Frankreich in Jerusalem mit der St.-Anna-Kirche ein Stück Land. Als Sicherheitskräfte Frankreichs Präsident den Weg versperren, wird er laut.

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          Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich bei einem Besuch in der Jerusalemer Altstadt ein Wortgefecht mit israelischen Sicherheitskräften geliefert. „Jeder kennt die Regeln“, rief er in englischer Sprache am Mittwoch vor einem Besuch der St.-Anna-Kirche, wie etwa auf einem Video einer Journalistin der französischen Zeitung „Le Parisien„ zu sehen war. Die St.-Anna-Kirche ist im französischen Nationalbesitz, es ist dort die Aufgabe Frankreichs, die Kirche zu schützen. Nach französischen Medienberichten verließen die israelischen Sicherheitskräfte die Kirche. Élyséekreise bestätigten den Vorfall. Die Lage hätte sich schnell wieder entspannt und Macron habe seinen Besuch fortsetzen können.

          Der Zeitung nach ärgerte sich Frankreichs Staatschef über israelische Polizisten. Einer von ihnen hatte demnach die von einem französischen Orden betreute Kirche in der Altstadt betreten. Die Sicherheitskräfte von Macron seien daraufhin eingeschritten. „Mir gefällt nicht, was Sie direkt vor mir gemacht haben“, so Macron. Alle sollten die seit Jahrhunderten geltenden Regeln respektieren. „Sie werden sich mit mir nicht ändern“, sagte Macron weiter auf Englisch. Niemand müsse provozieren.

          Der Vorfall erinnert an eine Szene, die sich 1996 in der Jerusalemer Altstadt abspielte. Damals hatte sich Präsident Jacques Chirac bei einem Besuch des muslimischen Teils der Altstadt über die massive israelische Polizeipräsenz geärgert und von einer „bewussten Provokation“ gesprochen. Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 den arabischen Ostteil Jerusalems erobert und beansprucht die ganze Stadt als seine Hauptstadt. Die Palästinenser fordern den Ostteil dagegen als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

          Macron ist anlässlich des Internationalen Holocaust-Forums nach Israel gereist. Staatsgäste aus fast 50 Ländern nehmen am Donnerstag an einer Holocaust-Gedenkveranstaltung in Jerusalem teil, unter ihnen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee. Macron war bereits am Dienstagabend angereist und hatte am Morgen etwa den israelischen Staatspräsident Reuven Rivlin und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. In Jerusalem herrschen wegen des größten Staatsereignisses in der Geschichte des Landes strikte Sicherheitsvorkehrungen mit starker Polizeipräsenz.

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