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Chef von IT-Dienstleister Atos : Macron schlägt Thierry Breton als neuen EU-Kommissar vor

  • Aktualisiert am

Seit 2009 war Thierry Breton Vorstandschef des IT-Dienstleisters Atos. Bild: AFP

Frankreichs Präsident hat den Geschäftsmann und ehemaligen französischen Wirtschaftsminister als neuen Kandidaten für die EU-Kommission nominiert. Er sei ein „Mann der Tat“, der die Industrie ganz genau kenne, hieß es zur Begründung.

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          Im zweiten Anlauf soll es klappen: Nachdem die erste französische Kandidatin für einen Posten in der neuen EU-Kommission vom EU-Parlament abgelehnt worden war, hat der französische Präsident Emmanuel Macron nun einen neuen Vorschlag gemacht. Der Chef des Technologieunternehmens Atos, Thierry Breton, soll unter der designierten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das Portfolio Industrie und Binnenmarkt verantworten, teilte das Präsidialamt am Donnerstag in Paris mit.

          Breton war unter dem kürzlich verstorbenen Präsidenten Jacques Chirac Wirtschaftsminister und führte später große Industrieunternehmen wie Thomson oder France Télécom. Seit 2009 ist er Vorstandschef des IT-Dienstleisters Atos.

          Breton sei ein „Mann der Tat“, der die Industrie ganz genau kenne, erklärte das französische Präsidialamt. Die EU-Institutionen seien ihm gleichermaßen vertraut.

          Macrons erste Wahl für den Posten, Sylvie Goulard, war nach zwei Befragungen in den zuständigen Ausschüssen vom EU-Parlament abgelehnt worden. Zum Verhängnis wurden Goulard unter anderem laufende Ermittlungen zu einer Scheinbeschäftigungsaffäre in Frankreich. Das Scheitern hatte Staatschef Macron mit einer Verbalattacke auf von der Leyen quittiert und ihr die Schuld gegeben. Für Macron und von der Leyen war Goulards Ablehnung eine schwere Niederlage.

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