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Machtwechsel in Amerika : Zehn Guantánamo-Gefangene nach Oman überstellt

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Eingang zu Camp 5 und 6 des Lagers Guantánamo Bild: AP

Kurz vor dem Regierungswechsel von Obama zu Trump leert sich das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo. Weitere zehn Häftlinge wurden ausgeflogen.

          Kurz vor dem Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten sind zehn ehemalige Häftlinge des amerikanischen Gefangenenlagers Guantánamo am Montag in Oman eingetroffen. Sie sollen dort „vorübergehend“ bleiben, wie das Außenministerium in Maskat mitteilte. Zur Nationalität der zehn Männer machte das Ministerium keine Angaben.

          Die Vereinigten Staaten unterhalten sehr gute Beziehungen zum Sultanat Oman auf der Arabischen Halbinsel. Maskat spielte häufig eine Vermittlerrolle in der Region, nicht zuletzt zwischen den Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran. Oman war auch an der Freilassung amerikanischer Geiseln im Jemen beteiligt.

          Nach der Entlassung der zehn Männer aus Guantánamo sind nun noch 45 Gefangene in dem Lager. Das Pentagon hatte am 5. Januar die Überstellung von vier Guantánamo-Häftlingen an Saudi-Arabien vermeldet und die Zahl der verbliebenen Gefangenen mit 55 angegeben.

          Der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hatte angekündigt, es werde unter seiner Präsidentschaft keine weiteren Freilassungen geben, weil die Guanténamo-Häftlinge gefährlich seien. Der Republikaner tritt sein Amt am kommenden Freitag an.

          Das Weiße Haus hatte bekanntgegeben, in den letzten Tagen der Amtszeit von Präsident Barack Obama würden weitere Gefangene freigelassen. Obama hatte bei seinem Amtsantritt im Januar 2009 versprochen, das Lager zu schließen. Angesichts rechtlicher Probleme und heftigem Widerstand im Kongress und in der Öffentlichkeit wurde das Versprechen aber nur schleppend erfüllt.

          Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten die Vereinigten Staaten unter Präsident George W. Bush etwa 780 Häftlinge auf dem Militärstützpunkt Guantánamo auf Kuba eingesperrt. Die meisten Verdächtigen wurden seit ihrer Festnahme in den Jahren 2001 und 2002 weder angeklagt noch verurteilt. Viele sollen misshandelt und gefoltert worden sein. Als Obama sein Amt antrat, befanden sich 242 Gefangene in Guantánamo.

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