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Machtkampf in Bozen : Abschied von politischen Lebenslügen

August 2021: Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher während der Eröffnung des Tiroltages Bild: dpa

In Südtirol gibt’s Krach, und zwar so richtig. Es geht um Mauscheleien zwischen Politik und Wirtschaft.

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          Eine einzige Partei führt seit den ersten freien Wahlen von 1948 die Regierung der autonomen Provinz Südtirol. Wie eine Staatspartei. Und immer hat die christdemokratische Südtiroler Volkspartei (SVP) mit einem Landesvater geherrscht. Eine Frau hat es noch nie geschafft. Seit Anfang 2014 ist Arno Kompatscher Regierungschef in Bozen. Für Südtiroler Verhältnisse ist er fast noch ein Neuling. Seine beiden Amtsvorgänger waren jeweils mehr als zweieinhalb Jahrzehnte an der Macht.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Das Parteimotto lautet „In Vielfalt geeint“. Aber damit ist es gerade nicht weit her. Kompatscher hat Ende April seinen Gesundheitsminister Thomas Widmann geschasst. Er führt das Ressort nun selbst. Für die Partei und für die Südtiroler Politik insgesamt dürfte der bittere Machtkampf zwischen Kompatscher und Widmann zur historischen Zäsur werden.

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