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Strache und die FPÖ : „Ich habe eine saubere Weste“

Tenor seiner Aussagen: „Ibiza“ war peinlich, aber nichts Unrechtes sei gesagt worden, „ich habe eine saubere Weste.“ – Heinz-Christian Strache Bild: AFP

Die Zukunft der skandalträchtigen FPÖ ist nach dem „Ibiza“-Skandal um Heinz-Christian Strache weiter ungewiss. Die Razzien bei FPÖ-Leuten bezeichnete er als ein politisch motivierten „Unrechtsakt“.

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          Man kann nicht behaupten, dass Heinz-Christian Strache in eigener Sache stumm geblieben sei, seit er im Mai als Vizekanzler Österreichs und als Vorsitzender der rechten Partei FPÖ zurückgetreten ist. Nahezu täglich meldete er sich mit seiner Sicht der Dinge auf seiner Facebook-Seite zu Wort. Doch blieb er selbst sozusagen unsichtbar. Vergangene Woche hat sich das geändert.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent für Österreich und angrenzende Länder mit Sitz in Wien.

          Da ging Strache in eine beispiellose Interview-Offensive. Und zwar nicht nur bei absehbar günstig gesinnten Medien wie Russia Today (RT) Deutsch, wie eine Woche zuvor, als der Fragesteller Strache gleichsam augenzwinkernd kumpelhaft die Stichworte vorwegnahm, sondern auch bei kritisch bis konfrontativ nachfragenden Medien: dem öffentlich-rechtlichen ORF, den Strache früher als Hort gefälschter Nachrichten gebrandmarkt hatte, dem linksliberalen „Standard“ oder der bürgerlichen „Presse“.

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