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Machtkampf der Republikaner : Aufstieg einer glühenden Trumpistin

  • -Aktualisiert am

Neue Nummer drei: Elise Stefanik im Januar 2020 nach Trumps Freispruch im Weißen Haus. Bild: Getty

Die vergangenen Tage haben eindrücklich gezeigt: Auch nach der Wahlniederlage hat Donald Trump die Fraktion der Republikaner unter Kontrolle. Sein neuester Coup ist die Beförderung von Elise Stefanik.

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          Elise Stefanik hatte keinen Platz in der oberen Reihe erhalten. Die Impeachment-Anhörungen im Repräsentantenhaus im Herbst des Jahres 2019 fanden im größten Ausschusssaal Washingtons statt. In der hinteren, erhöhten Reihe saßen die Spitzen beider Fraktionen. Die vordere Reihe befand sich indes auf der Ebene des Publikums. Hier saß die damals 35 Jahre junge Abgeordnete und verfolgte, wie ihre männlichen Kollegen Adam Schiff, dem Chefermittler der Demokraten, nicht nur eine Kampagne gegen Donald Trump vorwarfen, sondern auch die Verletzung parlamentarischer Regeln.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Doch auch Stefanik konnte die Aufmerksamkeit Trumps, der die Ermittlungen gegen ihn vom Oval Office aus verfolgte, auf sich lenken. „Sie unterbrechen nun zum fünften Mal eine demokratisch gewählte Abgeordnete“, ging sie den Ausschussvorsitzenden Schiff an, der ihr das Wort entzogen hatte. Stefanik sprach laut, gestikulierte wild und formulierte scharf. Als Trump wenige Wochen später vom Senat freigesprochen wurde, lud er zu einer prächtigen Feierstunde ins Weiße Haus ein. Auch Stefanik war geladen. Triumphierend spendete der Präsident Lob für all jene, die sich für ihn starkgemacht hatten. Die Angesprochenen mussten währenddessen aufstehen. Über Stefanik, die mit ihrem knallroten Kleid aus der Männerriege herausragte, sagte er: „Elise! Mir war ja schon früher aufgefallen, dass du Talent hast.“ Was er aber erst jetzt wisse: „Wenn du deinen Mund aufmachst, gibt es keine Überlebenden!“ Stefanik strahlte.

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