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Seenotretter der „Alan Kurdi“ : Malta lässt 40 Migranten an Land

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Ein Kind wird von der „Alan Kurdi“ auf ein Schiff der maltesischen Armee gehoben. Bild: dpa

Auf Bitten der Bundesrepublik hat Malta die 40 Migranten auf dem Schiff der Seenotretter von „Sea-Eye“ an Land gehen lassen. Anschließend sollen sie auf andere EU-Länder verteilt werden. Seehofer sprach von einem „wichtigen Zeichen der Solidarität“.

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          Die 40 Migranten auf dem Schiff „Alan Kurdi“, dem Italien zuvor die Einfahrt in seine Hoheitsgewässer verweigert hatte, sind am Sonntag in Malta an Land gegangen. Sie wurden von dem Schiff der deutschen Hilfsorganisation „Sea-Eye“ einem Schiff der maltesischen Marine übergeben. Malta habe sich auf Bitten der deutschen Regierung bereit erklärt, die Migranten vorübergehend aufzunehmen, teilte Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat am Samstagabend auf Twitter mit. Die Migranten würden anschließend auf andere EU-Staaten verteilt, keiner solle in Malta bleiben. Um welche Länder es sich handelt, teilte er zunächst nicht mit.

          Bundesinnenminister Horst Seehofer lobte am Sonntag die Entscheidung Maltas. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, schnell eine Einigung über die Ausschiffung der Migranten von der ,Alan Kurdi‘ zu ermöglichen“, sagte Seehofer. Hierdurch setze Malta ein „wichtiges Signal der Solidarität, und wir gehen einen weiteren Schritt in die richtige Richtung“, sagte Seehofer. Die Entscheidung sei „ein hoffnungsvolles Zeichen für unseren Versuch, im September auf Malta eine gemeinsame Vereinbarung mehrerer europäischer Staaten für die Aufnahme von Schiffbrüchigen im Mittelmeer zu erzielen“.

          Die „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation „Sea-Eye“ hatte die Migranten am Mittwoch vergangener Woche vor der libyschen Küste aufgenommen. Zunächst war das Schiff Richtung Italien gefahren und hatte vor der Insel Lampedusa wenige Seemeilen vor den italienischen Hoheitsgewässern auf eine Einfahrterlaubnis gewartet. Als Italien diese verweigerte, nahm das Schiff Kurs auf Malta.

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          Das spanische Schiff „Open Arms“ harrt derweil zwischen Lampedusa und Malta noch mit 120 Migranten auf dem Mittelmeer aus. Auch diesem Schiff hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini die Einfahrt verwehrt. Sowohl der katalanische Regionalpräsident Quim Torra als auch der Bürgermeister von Valencia, Joan Ribó, haben ihre Häfen für ein Anlegen angeboten. Sie forderten die spanische Regierung auf, eine entsprechende Genehmigung zu erteilen, falls das Schiff keinen näher gelegenen oder geeigneteren Hafen finde. Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte den spanischen Seenotrettern zuletzt jedoch mit hohen Geldstrafen gedroht.

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