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Lockdown in Auckland : Neuseeland verschiebt Parlamentsauflösung

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Die Führung von Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern durch die Corona-Krise gilt als vorbildlich. Bild: AFP

Nach über drei Monaten ohne lokale Infektionen ist das Virus wieder zurückgekehrt. Die neuseeländische Regierung geht mit strengen Maßnahmen vor.

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          Angesichts der ersten Coronafälle seit mehr als drei Monaten in Neuseeland verschärft die Regierung Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus. In der Millionenmetropole Auckland etwa müssen Bewohner wieder zu Hause bleiben, sofern sie nicht notwendige Reisen unternehmen müssen. Rund um die Stadt errichtete die Polizei Straßensperren. Für den Rest des Landes wurden nicht ganz so strikte Regeln angeordnet, aber auch hier sollen diverse Einschränkungen vorerst bis Freitag in Kraft bleiben. Zudem gab Ministerpräsidentin Jacinda Ardern unter Verweis auf den neuerlichen Corona-Ausbruch bekannt, dass die Auflösung des Parlaments, die den Weg für Wahlen frei machen würde, auf Montag verschobenen worden sei. Ob sich dadurch auch die eigentliche, für den 19. September angesetzte Wahl verzögere, stehe noch nicht fest.

          Bei vier Familienmitgliedern war das Virus festgestellt worden. Die Behörden können sich die Infektionen nach eigenen Angaben bislang nicht erklären. Die Familie habe keine Auslandsreisen unternommen und seit 102 Tagen sei in Neuseeland keine lokale Übertragung des Virus festgestellt worden. Womöglich sei das Virus mit Frachtgütern ins Land gekommen.

          Das epidemiologische Vorgehen der neuseeländischen Behörden erinnert an die Virus-Strategie in China, in der nicht das Abflachen der Wachstumskurve als Ziel gilt, sondern die vollständige Unterdrückung des Erregers im eigenen Land. Auch in der ostasiatischen Volksrepublik treten vereinzelte Infektionsstränge auf, oftmals nach mehreren Monaten ohne lokale Ansteckungen in der Region.

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