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Romuva-Bewegung : Litauen will neuheidnische Religion anerkennen

  • Aktualisiert am

Ein Tourist fotografiert die bekannte christliche Berhardinerkirche in Litauens Hauptstadt Vilnius (Archivbild). Bild: Reuters

Das Parlament in Vilnius hat für die Anerkennung der neuheidnischen Romuva-Bewegung votiert. Die Mitglieder haben sich Bräuchen wie Sonnwendfeiern sowie der litauischen Identität verschrieben.

          Die in Litauen stark wachsende neuheidnische Romuva-Bewegung steht vor der staatlichen Anerkennung als Religionsgemeinschaft. Das Parlament in Vilnius sprach sich am Donnerstagabend mit 67 gegen 10 Stimmen in erster Lesung für die Anerkennung aus. Dann könnte die Bewegung auch Religionsunterricht in Schulen anbieten, wie örtliche Medien berichteten.

          Die 1992 gegründete Romuva-Bewegung hat sich alten heidnischen Bräuchen wie der Sonnwendfeier verschrieben und wirbt für die ursprüngliche litauische Identität. Besonders die Regierungspartei „Union der Bauern und Grünen“ macht sich für die Anerkennung stark.

          Nach Angaben des Justizministeriums ist die Bewegung die am schnellsten wachsende Glaubensgemeinschaft in Litauen. 2001 bekannten sich bei der Volkszählung rund 1.200 Bürger zu ihr. 2011 waren es bereits etwa 5.100. Nur 5 andere Konfessionen sind den Angaben zufolge größer. Knapp 80 Prozent der 2,8 Millionen Einwohner des baltischen Staates bekennen sich zur katholischen Kirche.

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