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Kampf um Tripolis : Libysche Rebellen kündigen neue Offensive an

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Südlich von Tripolis steigt nach einem Luftschlag hinter einem Panzer der Streitkräfte der libyschen Übergangsregierung eine Rauchsäule auf. Bild: AFP

Seit drei Wochen kämpft die Rebellenarmee des abtrünnigen Generals Haftar in Tripolis gegen Regierungstruppen und musste laut Berichten zuletzt zurückweichen. Doch nun will Hafter neue Reserve-Einheiten schicken.

          Bei den Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis haben die Rebellen eine neue Offensive angekündigt. Die seit drei Wochen anhaltenden Angriffe sollten in den nächsten Tagen wieder verstärkt werden, sagte ein Sprecher der Libysche Nationalarmee (LNA) des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar am Montag. Dazu würden neue Reserve-Einheiten an die Front verlegt.

          Der Sprecher bestritt Berichte, wonach die Rebellen sich zuletzt etwas zurückziehen mussten. Der Vormarsch habe sich lediglich verlangsamt, weil die Kämpfe nun in dicht bewohnten Stadtgebieten geführt würden. Der im Osten des Bürgerkriegslandes herrschende General Haftar hatte Anfang April eine Offensive gegen die Truppen der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajes Sarradsch gestartet, die in den Außenbezirken von Tripolis ins Stocken geraten ist.

          Seit Beginn der Kämpfe wurden der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge mehr als 250 Menschen getötet, über 1225 Menschen wurden verletzt. Der ölreiche Wüstenstaat ist seit dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi im Jahr 2011 in rivalisierende Lager gespalten.

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