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Chalifa Haftar : Ein Warlord will libyscher Präsident werden

Wechsel in die Politik? Der libysche Militärführer Chalifa Haftar auf einer Pressekonferenz nahe Benghazi im Jahr 2014 Bild: dpa

Chalifa Haftars Präsidentschaftskandidatur dürfte das politische Klima in Libyen weiter vergiften. Vor allem im Westen des Landes ist der Warlord verhasst.

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          Der Warlord will Präsident werden. Den formalen Weg für seine Kandidatur ebnete der ostlibysche Militärführer Chalifa Haftar am Mittwochabend. Er verkündete, als Befehlshaber der von ihm selbst aufgebauten „Libyschen Nationalen Armee“ zurückzutreten – eine Voraussetzung dafür, dass er bei der für den 24. Dezember angesetzten Wahl antreten kann.

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Haftars Vorstoß ist dazu geeignet, das politische Klima in Libyen weiter zu vergiften und die ohnehin großen Spannungen zusätzlich zu verschärfen. Gerade im Westen des Landes ist der Warlord aus dem Osten verhasst. Im vergangenen Jahr war er mit seinem langen, blutigen und zerstörerischen Feldzug zur Eroberung der Hauptstadt Tripolis gescheitert, den er im Frühjahr 2019 begonnen hatte.

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