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Libyen : Tripolis abermals Ziel von Luftangriffen

  • Aktualisiert am

Ein Kämpfer in Libyen setzt sich hinter sein Geschütz Bild: AFP

Mehrere Explosionen haben die libysche Hauptstadt Tripolis erschüttert. Augenzeugen berichten zudem von Flugabwehrfeuer.

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          Die libysche Hauptstadt Tripolis ist am Samstagabend abermals Ziel von Luftangriffen geworden. Einwohner berichteten, sie hätten zunächst vermutlich eine Drohne in der Luft gehört, danach mehrere laute Explosionen. Auch Flugabwehrfeuer sei zu hören gewesen. Die Libysch-Nationale Armee (LNA) von Chalifa Haftar treibt seit drei Wochen eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis voran, die von der international anerkannten Regierung des Landes kontrolliert wird, und hat seither mehrfach Luftangriffe geflogen.

          Die LNA schickte zudem ein Kriegsschiff in den Ölhafen von Ras Lanuf im Osten des Landes, was sie auch erstmals bestätigte. Das Patrouillenboot „Alkarama“ sei als Teil einer Übung entsandt worden und solle die Ölanlagen sichern, sagte ein LNA-Sprecher.

          Die LNA kontrolliert die Ölhäfen im Osten des Landes ebenso wie die Ölfelder. Die Verwaltung liegt aber weiter bei dem staatlichen Ölkonzern NOC, da ausländische Käufer nur mit dieser ihnen lange bekannten Firma Geschäfte machen wollen. Haftar war unter dem 2011 gestürzten Staatschef Muammar Gaddafi General.

          Er genießt die Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate und Ägyptens, die ihm mit Luftangriffen bei der Übernahme der Kontrolle im Osten Libyens halfen. Beide Länder haben die LNA laut den Vereinten Nationen auch mit militärischer Ausrüstung unterstützt, darunter Hubschrauber, und sogar einen Militärflughafen gebaut.

          Haftars Vorstoß auf Tripolis verstärkt das Chaos in dem Bürgerkriegsland: Die Kämpfe drohen die Öllieferungen zu stören und die illegale Migration über das Mittelmeer nach Europa zu fördern. Sie könnten auch Pläne für eine Wahl vereiteln, die den Streit zwischen den rivalisierenden Regierungen im Osten und Westen beenden soll.

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