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Ohne Hilfe geht es nicht : Der Libanon schreit nach einem Neubeginn

Diesen Krater hinterließ der Sprengstoffanschlag auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri im Jahr 2005 Bild: Picture-Alliance

Das revolutionäre Moment eines Neubeginns liegt in der Luft. Denn die politische Führung hat das allerletzte Vertrauen verspielt. Doch es lauern Gefahren, und Hindernisse versperren den Weg.

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          Eine gewaltige Explosion hatte bereits die letzte große Veränderung im Libanon ausgelöst. Denn im Jahr 2005 hatte die Ermordung von Rafik Hariri bereits Hunderttausende wütende Libanesen auf die Straße getrieben. Sie allein war jedoch noch nicht eine unwiderstehliche Kraft. Erst als sich mit den Demonstranten mächtige Staaten verbündeten, mussten sich die syrischen Besatzer nach Jahrzehnten einer erniedrigenden Herrschaft aus dem Land zurückziehen.

          Fünfzehn Jahre später bahnt sich nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut eine vergleichbare Konstellation an. In der libanesischen Gesellschaft hat das, was sich in Jahrzehnten aufgestaut hat, den Siedepunkt erreicht. So wie 2005 der Besuch des französischen Präsidenten Chirac am Grab von Hariri die Staatengemeinschaft wachgerüttelt hat, könnte nun der Besuch von Emmanuel Macron, der in Beirut Hilfen an grundlegende Reformen geknüpft hat, und die von ihm einberufene Geberkonferenz die Initialzündung für den überfälligen Neubeginn sein.

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