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Libanon : Regierungschef Hariri soll im Amt bleiben

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Saad Hariri (Mitte): Wohl die dritte Amtszeit im Libanon für den sunnitischen Politiker Bild: AP

Kontinuität: Trotz Verlusten bei der vergangenen Parlamentswahl soll Saad al Hariri Ministerpräsident des Libanon bleiben. Für den sunnitischen Politiker wäre es die dritte Amtszeit.

          Trotz Verlusten bei der Parlamentswahl soll Libanons Ministerpräsident Saad al Hariri im Amt blieben. Der libanesische Staatschef Michel Aoun teilte am Donnerstag damit, er habe Hariri mit der Regierungsbildung beauftragt. Für den sunnitischen Politiker wäre es die dritte Amtszeit in Folge.

          Er werde umgehend mit Gesprächen über eine Regierung der nationalen Einheit beginnen, sagte der 47 Jahre alte Hariri in Beirut. Aoun erklärte, Beratungen mit dem Parlament hätten ergeben, dass Hariri dort 111 von 128 Stimmen für seine Wiederwahl gesammelt habe.

          Bei der Parlamentswahl Anfang des Monats hatte Hariris Liste deutliche Verluste erlitten. Die schiitische Hizbullah und verbündete Gruppen gingen hingegen mit 71 Sitzen als klarer Sieger hervor. Die rund 3,7 Millionen Libanesen waren zum ersten Mal seit neun Jahren zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen gewesen. Die Abgeordneten hatten die Wahl seit 2009 nicht zuletzt wegen des Bürgerkrieges in Syrien, an dem sich auch die Hizbullah-Miliz beteiligt, drei Mal verschoben. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 49,2 Prozent.

          Hariri ist ein enger Verbündeter des sunnitischen Saudi-Arabiens und ein Kritiker der Hizbullah. Im vergangenen Jahr hatte er von Saudi-Arabien aus seinen Rücktritt erklärt, den er später auf internationalen Druck hin zurücknahm.

          Im multikonfessionellen Libanon muss der Ministerpräsident ein Sunnit sein, das Staatsoberhaupt ein Christ und der Parlamentschef ein Schiit. Der schiitische Iran, der die Hizbullah unterstützt, und Saudi-Arabien kämpfen in dem Land am Mittelmeer mit Grenze zu Israel um Einfluss.

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