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Nach Rücktritt und Flucht : Macron lädt Hariri nach Frankreich ein

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Ein Plakat des libanesischen Ministerpräsidenten Saad al Hariri an einer Kreuzung in Beirut Bild: AFP

Um einen Stellvertreterkrieg zu vermeiden, vermittelt Frankreich fieberhaft in der Libanon-Krise. Die Bemühungen führten jetzt offenbar zum Erfolg – zumindest teilweise.

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          Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den libanesischen Ministerpräsidenten Saad al Hariri und seine Familie nach Frankreich eingeladen. Diese Einladung sei nach Rücksprache mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed ben Salman erfolgt, teilte der Elysée-Palast am Mittwoch mit.

          Hariri hatte am 4. November unter ungeklärten Umständen überraschend von Riad aus seinen Rücktritt angekündigt. Der Sunnit, der sich zudem gegen die libanesische Schiitenmiliz Hizbullah und deren Schutzmacht Iran wandte, hatte den Libanon mit seiner Rücktrittsankündigung in eine politische Krise gestürzt. Saudi-Arabien, dem Hariri nahe steht, und Iran sind Erzfeinde und ringen um Einfluss in der Region.

          Frankreich vermittelt seitdem fieberhaft in der Libanon-Krise, um das Risiko eines Stellvertreterkrieges im Libanon abzuwenden, und erwog dabei auch eine Initiative im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Nun hat Salman in die Ausreise Hariris und seiner Familie nach Frankreich eingewilligt. Der Elysée-Palast äußerte sich nicht zu der Frage, wann der libanesische Ministerpräsident nach Beirut zurückkehren kann.

          Noch am Dienstag ´hatte Hariri über den Kurznachrichtendienst Twitter angekündigt, innerhalb von zwei Tagen aus Saudi-Arabien in seine Heimat zurückkehren zu wollen. „Mir geht es gut und, so Gott will, werde ich in den nächsten zwei Tagen zurückkommen“, schrieb der 47 Jahre alte Politiker. Angesichts der Gerüchte, er sei von Riad zu der Rücktrittsankündigung Anfang November gezwungen worden und werde dort festgehalten, rief er dazu auf, Ruhe zu bewahren.

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