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Staatsanwaltschaft ermittelt : Leitender Macron-Mitarbeiter soll Demonstranten attackiert haben

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Im Elysée-Palast gab es bereits Konsequenzen. Bild: AFP

Bereits am 1. Mai soll ein Sicherheitsmitarbeiter des Élysée-Palasts den Teilnehmer einer Demonstration geschlagen haben. Der Fall „schockiert“ die Politik in Frankreich.

          Die französische Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen für Sicherheit zuständigen leitenden Mitarbeiter von Staatschef Emmanuel Macron eingeleitet. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Paris mit. Ihm wird vorgeworfen, den Teilnehmer einer Demonstration zum 1. Mai geschlagen zu haben. Ein Video von dem Vorfall hatte zuvor die Tageszeitung „Le Monde“ veröffentlicht.

          Der Mann war während des französischen Präsidentschaftswahlkampfs im vorigen Jahr für Macrons Sicherheit zuständig und arbeitet seit dessen Wahl im Élysée-Palast. Nachdem der Vorfall intern bekannt wurde, war er der französischen Regierungszentrale zufolge bereits für zwei Wochen suspendiert und anschließend in die Verwaltung versetzt worden. Das sei die schwerste jemals gegen einen führenden Mitarbeiter des Palastes verhängte Strafe, teilte in Sprecher am Donnerstag mit.

          Dem „Le Monde“-Bericht zufolge hatte der Sicherheitsmitarbeiter bei der Demonstration einen Polizeihelm getragen, einen jungen Demonstranten zu Boden gebracht und diesen mehrfach geschlagen. Demnach hatte Macrons Stabschef ihm erlaubt, als Beobachter an einem Einsatz der Polizei bei der Demonstration teilzunehmen.

          Macron wollte zunächst keine Fragen beantworten

          Mehrere Politiker hatten den Vorfall und das Vorgehen des Palasts scharf verurteilt. Der Abgeordnete der Nationalversammlung, Jean-Luc Mélenchon, sagte während der Nationalversammlung am Donnerstag, der Fall sei „inakzeptabel“, berichtet „Le Monde“. Sein Kollege Joachim Son-Forget sagt der Zeitung, er sei von den Bildern „schockiert“. „Diese Person sollte nicht in so einem hohen Staatsamt arbeiten.“

          Macron selbst hatte nach den gewalttätigen Ausschreitungen am Rande der Demonstration angekündigt, alle Gewalttäter würden identifiziert und zur Verantwortung gezogen. Als Journalisten den Präsidenten am Mittwochabend zu dem Fall Fragen stellen, wollte er sich zunächst nicht dazu äußern, berichtete ein Reporter des „Le Figaro“ auf Twitter.

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