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Nach IS-Gräuelfotos : Staatsanwaltschaft will Le Pen anklagen

  • Aktualisiert am

Marine Le Pen vor einem Treffen im Elysée-Palast Anfang Februar. Bild: Reuters

Auf die „Verbreitung von Gewaltbildern“ stehen bis zu drei Jahre Haft und 75.000 Euro Geldstrafe. Einem Abgeordneten ihrer Partei steht ebenfalls juristischer Ärger ins Haus.

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           Die Staatsanwaltschaft in Frankreich will die Rechtspopulistin Marine Le Pen wegen der Verbreitung von IS-Gräuelfotos anklagen. Wie am Freitag aus übereinstimmenden Quellen verlautete, strebt die Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris aus dem gleichen Grund auch einen Prozess gegen einen Abgeordneten von Le Pens Partei Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung, die frühere Front National) an.

          Die Parteichefin hatte im Dezember 2015 Gräuelfotos von Opfern der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) über den Kurzbotschaftendienst Twitter verbreitet. Dies hatte in Frankreich und den Vereinigten Staaten helle Empörung ausgelöst. Eines der Bilder zeigte den Leichnam des amerikanischen Journalisten James Foley, den ein IS-Mitglied enthauptet hatte.

          Die französische Justiz leitete damals ein Ermittlungsverfahren gegen Le Pen ein. Der Vorwurf lautet „Verbreitung von Gewaltbildern“, was vor allem zum Schutz von Minderjährigen verboten ist. Darauf stehen bis zu drei Jahre Haft und 75 000 Euro Geldstrafe. Das Europaparlament hatte Le Pens Immunität bereits im März 2017 aufgehoben.

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